Aischa Gaddafi – neue Hoffnung für Libyen / Dschamahiriya feiert Nationalen Tag der Jugend: Libyens verratene Jugend darf nicht für Milizenkämpfe und fremde Interessen missbraucht werden / Tag der Jugend fällt zusammen mit 200. Todestag von Saif al-Islam Gaddafi: Ruf nach Aufklärung und Verhaftung der Mörder wird immer lauter / Vorbereitung für Feierlichkeiten zum 57. Jahrestag der 1969er Septemberrevolution / Lockerbie: Prozess gegen Abu Agila Massud Al-Mariami in den USA wegen mangelnder Beweise bis 2027 ausgesetzt / Rückblick: Am 21. August 2011 drangen Nato-Kräfte in Libyens Hauptstadt Tripolis ein
+ Asch-Schuruk: Aischa al-Gaddafi – die Hoffnung des neuen Libyen. Der Name Aischa al-Gaddafi sei erneut in den Vordergrund der libyschen Politik getreten; er stelle eine Option für die Anhänger ihres Vaters dar, um inmitten von Gesprächen über die Möglichkeit bei der zukünftigen Führung des Landes eine ausschlaggebende Rolle zu spielen.
+ Aischa al-Gaddafi ehrte das Andenken ihres Bruders, Oberstleutnant Khamis, indem sie einen Videoclip veröffentlichte, der ihn zeigt, wie er während seiner Abschlussfeier an der Militärakademie den militärischen Eid ablegte.
+ Gedenken an das Martyrium von Major Khamis Muammar al-Gaddafi und Mohammed Abdallah as-Senussi. Beide fielen als Mitglieder der 32. Brigade durch Nato- Beschuss, als sie auf dem Weg von Tarhuna nach Bani Walid waren. Sie kämpften ehrenhaft in den vordersten Frontlinien, und „schrieben mit an einem Epos, das die Geschichte der Liebe zum Vaterland verewigt“.
Nationaltag der libyschen Jugend / Dschamahiriya
+ Aischa al-Gaddafi zum Nationaltag der Jugend am 20. August, der stets unter der Schirmherrschaft ihres ermordeten Bruders Saif al-Islam Gaddafi stand: Saif al-Islam rief Projekte ins Leben, die ganz Libyen umfassten.
Heute schrieben sich Personen ohne jede Berechtigung diese Projekte auf ihre Fahnen.
+ Arbeitsteam Saif al-Islam Gaddafi: Am Nationaltag der Jugend gibt es dieses Jahr nichts zu feiern, denn die Jugend zahlt gerade den höchsten Preis dafür, dass ein Land 2011 seinen Kompass verloren hat.
„Wenn wir der Erinnerung folgen, erkennen wir die gewaltige Kluft zwischen einem nationalen Projekt, das den Jugendlichen höchste Aufmerksamkeit zollte, und der jetzigen Realität, die die Jugend in den Strudel der Konflikte hineinzieht.“
Die damaligen Maßnahmen seien vom ermordeten Dr. Saif al-Islam al-Gaddafi vorangetrieben worden: vom groß angelegten Projekt für den Jugendwohnungsbau über den Jugendinvestitionsfonds bis hin zu den Entsendungsinitiativen und dem Programm Libyen von morgen, das die Möglichkeit zur echten Teilhabe an Entscheidungsfindungen eröffnete.
Diese Projekte verschafften der libyschen Jugend Wettbewerbsvorteile, die sie an die Spitze der regionalen und arabischen Ambitionen brachte – fernab von Marginalisierung und Arbeitslosigkeit, wie sie damals im arabischen Raum vorherrschend waren.
Die heutige Lage sei dagegen bitter: Die Jugend habe ihre Stabilität und Sicherheit verloren. Sie solle gezähmt und als gefügiges Werkzeug in den Konflikten der Milizen und im Machtkampf der Kriegsherren im Osten und Westen verheizt werden.
Diese jungen Menschen, die eigentlich dazu bestimmt seien, das Vaterland aufzubauen, dienten heute als Kanonenfutter in Stellvertreterkriegen und würden für zwielichtige ausländische Interessen missbraucht, deren Ziel darin bestehe, jedes echte nationale Projekt, das das Land voranbringen könnte, zu vereiteln; ganz zu schweigen davon, dass Tausende von ihnen in „Todesbooten“ auf der Suche nach einer neuen Heimat auf dem Meeresgrund enden.
„Der Weg aus diesem dunklen Tunnel führt weder über die Kapitulation vor der Milizen-Realität, noch sollten Hoffnungen in das Ausland gesetzt werden. Erforderlich ist die Wiederherstellung der staatlichen Orientierung, die Wiederbelebung von Entwicklungsprojekten sowie die entschiedene Ablehnung des Missbrauchs libyscher Jugendlicher als Söldner, eingesetzt zur Zerstörung ihres Heimatlandes.“
+ Die Jugend des Gaddafi-Stammes feierte den Nationaltag der Jugend: Saif al-Islam Gaddafi glaubte daran, dass die Jugend das Fundament Libyens ist. Saif al-Islam wollte einen Tag für die Jugend, da sie die Zukunft gestalten.
Er habe es als seine Pflicht angesehen, aufrecht und standhaft sein Vaterland bis zum Ende zu verteidigen, wofür er mit seinem Leben bezahlte.
„Wir sind stolz auf Saif al-Islam, auf das, was er an Standhaftigkeit und Treue verkörperte, und gedenken seiner als Symbol einer Generation, die daran glaubte, dass es Libyen verdient, bis zum bitteren Ende verteidigt zu werden.“
+ Die Jugendbewegung des Südens würdigte den Nationaltag der Jugend, der unter der Schirmherrschaft von Saif al-Islam Muammar Gaddafi stand. Es sei bitter, dass 200 Tage nach seiner Ermordung immer noch keine Täter gefasst wurden.
Der 20. August sei im kollektiven Gedächtnis Libyens ein Meilenstein, der die Hoffnungen einer ganzen Generation verkörpert, die an ihr Recht auf Selbstbestimmung glaube.
Damals sei der Funke eines echten Wandels entfacht worden, der der Jugend die Möglichkeit bot, sich an die Spitze der nationalen Bewegung zu stellen.
Heute werde die Jugend mit der trostlosen Realität konfrontiert. Das Gedenken an eine Tat, die darauf abzielte, die Vision des Projekts Libyen von Morgen auszulöschen, stelle sie vor eine moralische und historische Verantwortung.
Das Projekt Libyen von morgen beinhaltete einen neuen Gesellschaftsvertrag, der die Marginalisierung überwinden und sie durch ein System ersetzen sollte, das auf Kompetenz und qualitativ hochwertiger Bildung basiert. Wäre dieses Projekt vollendet worden, wäre Libyen heute eine Oase der Stabilität und Entwicklung im Herzen des Mittelmeerraums.
„Am 200. Todestag von Saif al-Islam, dem Tag des Verrats, erneuern wir unser Bekenntnis, dass sein Blut nicht umsonst vergossen wurde, und dass Gerechtigkeit keine politische Option ist, sondern eine Notwendigkeit, um die Würde des Staates wiederherzustellen.
Wir richten diesen Aufruf an die Justizbehörden und den Generalstaatsanwalt.“
Die Ältesten von Zintan seien aufgefordert, sich von dieser Schande zu reinigen, indem sie die Täter der Justiz übergeben.
Das Projekt Libyen von morgen sei in den Köpfen und Herzen fest verankert und liefere die Energie im Kampf für einen Rechtsstaat und für ein Vaterland, das alle umfasst, ein Land, in dem Gerechtigkeit herrscht und Rechte respektiert werden.
+ Die Organisation Frauen des Fessan forderte im Gedenken an den ermordeten Saif al-Islam Gaddafi den Generalstaatsanwalt auf, die Täter und deren Drahtzieher zügig zu entlarven.
Der Zweck des Nationaltags der Jugend war es, die Energie der Jugend auf ein ganzheitliches nationales Projekt zu lenken, das als Libyen von morgen bezeichnet wird.
Das von Saif al-Islam hinterlassene Projekt Libyen von morgen sei nach wie vor umsetzbar, wobei die aktuelle Lage des Landes dazu zwinge, mehr denn je daran festzuhalten.
„Dieses Projekt ist eine realistische Roadmap, um Libyen alle künstlichen Hindernisse beseitigen zu lassen und die Spaltungen zu überwinden, die den sozialen Zusammenhalt stören.“
+ Der Oberste Rat der Stämme und Städte des Fessan ehrte den Nationaltag der Jugend, der unter der Schirmherrschaft des ermordeten Saif al-Islam Muammar al-Gaddafi stand.
Es wurde die Aufdeckung der Täter, die ihn vor 200 Tagen verraten haben, gefordert.
Saif al-Islam sah Libyen als das Tor Afrikas zum Rest der Welt, als Wirtschaftskraft und Zentrum kultureller und technologischer Ausstrahlung. Seit 2011 werde nicht nur versucht, das Rad der Entwicklung zu stoppen, sondern dieses Projekt komplett auszutrocknen, und die Moderne, zu der es strebte, zu tilgen.
Saif al-Islams Aufruf zur Versöhnung sei keine politische Taktik gewesen, sondern beruhte auf der tiefen Überzeugung, dass ein gespaltenes Libyen nicht aus den Trümmern auferstehen kann.
„Wir rufen die libysche Jugend auf, das Projekt Libyen von Morgen mit wachem Verstand neu zu lesen und zu erkennen, dass die wahre Kraft in der Einheit und dem Entschluss liegt, diesen, ihren Staat aufzubauen.“
+ Der Kongress der zivilgesellschaftlichen Organisationen im Fessan würdigte den Nationaltag der Jugend, der unter der Schirmherrschaft des ermordeten Saif al-Islam Gaddafi stand, und forderte den Generalstaatsanwalt auf, unverzüglich die Namen derjenigen offenzulegen, die an seinem Mord beteiligt waren.
+ Jugendliga von Ghurdschan: Der Nationaltag der Jugend ist mit einem Projekt verbunden, das der Jugend mehr Raum für Mitwirkung, Einflussnahme und die Gestaltung der Zukunft geben sollte.
In diesem Jahr falle dieser Tag mit dem 200. Tag der Ermordung von Saif al-Islam Gaddafi zusammen. Dessen Projekt Libyen von morgen sei nicht mehr nur ein Projekt der Vergangenheit, sondern für viele junge Menschen eine Idee, die mit der Entwicklung des Staates und mit Gerechtigkeit verbunden ist.
Mord an Saif al-Islam Gaddafi
+ Arbeitsteam Saif al-Islam Gaddafi: 200 Tage sind seit der Ermordung von Dr. Saif al-Islam Gaddafi vergangen, und die Generalstaatsanwaltschaft – die selbst erklärt hatte, die Identität der Beteiligten sowie Details zu deren Bewegungen und Treffen ermittelt zu haben – hat nichts unternommen.
Die Frage laute: „Wer verhindert die Durchsetzung des Gesetzes, und in wessen Interesse gechieht dies?“
Es werde weiterhin jedes Detail im Zusammenhang mit dem Mord an Saif al-Islam dokumentiert. Die Öffentlichkeit habe ein Recht darauf, die Wahrheit zu erfahren.
Falls die Behinderung anhält, müsse der Fall offiziell vor internationalen Menschenrechtsgremien und unabhängigen Organisationen untersucht werden.
+ Die Vereinigung der Anhänger des Märtyrers Saif al-Islam Muammar al-Gaddafi verurteilten, dass seit dem hinterhältigen Mord an Saif al-Islam Gaddafi bereits 200 Tage vergangen sind, ohne dass die Identität der Täter bekannt gegeben wurde. Sein Fall dürfe nicht in Vergessenheit geraten, sondern müsse komplett aufgeklärt werden.
Mit dem Mord sollte die Stimme der Vernunft zum Schweigen gebracht werden; doch nationale Projekte ließen sich nicht begraben; Saif al-Islam habe den Weg gewiesen.
+ Das Team für nationale Versöhnung von Saif al-Islam al-Gaddafi drohte, seinen Mord auf eine internationale Ebene zu bringen, und die Mörder zu entlarven, auch ohne deren Festnahme. Der Generalstaatsanwalt sei aufgefordert, sich zu äußern.
Die breite Basis, die an dieses nationale Projekt glaubt, habe lange gewartet und auf schlüssige Antworten gehofft, doch die Lage sei nur noch undurchsichtiger geworden.
Die Täter, die dieses abscheuliche Verbrechen begingen, bewegten sich frei im ganzen Land.
„Wenn es Hindernisse gibt, die der Justiz im Weg stehen, dann gebietet es die moralische Pflicht, vor die Öffentlichkeit zu treten und die wahren Gründe für diese absichtliche Verzögerung zu erläutern.“
Was in Zintan geschah, sei eine schreiende Verletzung aller Stammes- und nationalen Sitten.
+ Libysches Nationalforum in Tunesien: Wir fordern den Generalstaatsanwalt auf, die Ergebnisse der Ermittlungen zum Mord an Saif al-Islam Gaddafi sowie zum Flugzeugabsturz in der Türkei, der den Tod von Stabschefs Mohammad al-Haddad und seiner Begleiter zur Folge hatte, bekanntzugeben.
+ Ascharq al-Awsat: Der libysche Generalstaatsanwalt beschränkte sich darauf, die Identität von drei Beschuldigten wegen der Verwicklung in den Mord an Saif al-Islam al-Gaddafi festzustellen, ohne ihre Namen zu nennen oder sie festzunehmen.
Warum hat der Generalstaatsanwalt die Mörder von Saif al-Islam al-Gaddafi bis heute nicht verhaften lassen?
Vorbereitung zur Fatah-Revolutionsfeier am 1. September
+ Abdul Aziz Aghnia (Politanalyst): Imad at-Trabelsi, Innenminister der Dabaiba-‚Regierung‘, hat angeordnet, die Teilnehmer an den Feierlichkeiten der Septemberrevolution nicht zu behindern.
Das Jahr 2026 ist auch das Jahr, in dem Saif al-Islam Gaddafi ermordet wurde. Daher werden die Feierlichkeiten zum Jahrestag der Fatah Revolution vom 1. September 1969 und auch angesichts der sich ständig verschlechternden Lebensbedingungen stark an Zulauf gewinnen.
+ Fathi asch-Schibli (Partei Stimme des Volkes): Die Erlaubnis für die Anhänger des früheren Regimes, auf die Straße zu gehen, und die Ankündigung, ihre Feiern zu schützen, ist ein positiver Schritt, der den Respekt vor dem Recht auf freie Meinungsäußerung widerspiegelt – fernab von Ausgrenzung und Rache.
Ein Land könne nicht aufrecht stehen, wenn ein Teil seiner Bevölkerung ausgeschlossen wird. Es sei unmöglich, einen stabilen Staat auf Angst, Hass und Rache aufzubauen. Der Weg der nationalen Versöhnung müsse mit der Wiedervereinigung verknüpft werden: Libyen sei das Vaterland aller Libyer.
+ An-Nahar al-Arabi (Libanon): Grüne Fahnen kehren inmitten eines zunehmenden Nostalgiegefühls nach Tripolis zurück.
Die Erlaubnis, den Revolutionstag zu feiern, könnte ein Versuch der Dabaiba-‚Regierung‘ sein, die Spannungen mit diesem Bevölkerungsteil, der über erheblichen sozialen und politischen Einfluss verfügt, abzubauen.
Inmitten der sich verschlechternden Lebensverhältnisse gewinne die Erinnerung an die Fatah-Revolution an populärem Schwung. Gaddafi-Anhänger seien auch verärgert über die Langsamkeit der Mordermittlungen im Fall Saif al-Islam al-Gaddafi.
+ Asch-Scharq al-Awsat (Saudi-Arabien): Die Feierlichkeiten zum 57. Jahrestag der Fatah-Revolution am 1. September in mehreren libyschen Städten werden dieses Jahr begleitet von Drohungen von Anhängern der Februar-‚Revolution‘, der sogenannten Einsatzzentrale der libyschen Revolutionäre, erhöhter Alarmbereitschaft und der Ausrufung des Ausnahmezustands.
+ LibyaPress: In Bani Walid werden auf Plakatwänden Bilder von Muammar al-Gaddafi und Saif al-Islam Gaddafi befestigt. (Fotos)
+ LibyaPress: Bereits am 21. August begannen Bürger auf dem Märtyrerplatz in der Hauptstadt Tripolis sich mit grünen Fahnen auf die Feierlichkeiten zum 57. Jahrestag der Revolution vom 1. September 1969 vorzubereiten. (Foto).
+ Al-Habib al-Amin protestierte gegen die Versammlung junger Menschen auf dem Märtyrerplatz in Tripolis und warnte davor, den Platz wieder in einen „Grünen Platz“ zu verwandeln. Man müsse die Februar-Revolution verteidigen.
+ Akila Dallahum (Wissenschaftler): Mit welcher Befugnis tritt eine Person auf, um zu verkünden, dass sie libyschen Bürgern nicht erlauben wird, sich auf einem öffentlichen Platz zu versammeln und friedlich ihre Meinungen zum Ausdruck zu bringen oder eine nationale Versammlung abzuhalten? Die öffentlichen Plätze gehörten allen Libyern, und nur das Gesetz sowie die staatlichen Institutionen seien befugt, deren Nutzung zu regeln.
Hassreden, Hetze und Ausgrenzung bauten keine Nation auf, sondern vertieften Spaltungen und bedrohten den sozialen Frieden.
+ Mustafa al-Fituri (Autor): Diejenigen, die sich selbst als „Februar-Revolutionäre“ bezeichnen, befürchten, dass die Feierlichkeiten zum 1. September größer ausfallen und deshalb versuche die sogenannte Einsatzzentrale der libyschen Revolutionäre die Opposition, das heißt die Anhänger des früheren Regimes, mit Drohungen einzuschüchtern.
Doch sei den Libyern klar geworden, dass diejenigen, die sich als „Februar-Revolutionäre“ ausgeben, in jeder Hinsicht Versager sind.
+ Othman bin Baraka (Politologe): Kein „Februar-Aktivist“ hätte heute den Mut, vor die Menschen zu treten und ihnen zu sagen, dass die Ereignisse des Februar 2011 eine Revolution waren; vielmehr würde er sagen: Es war eine Katastrophe für die Werte, für das Vaterland und für die Bürger.
Die Anführer des Februar seien Agenten des Feindes und der NATO sowie Feinde des Glaubens, der Freiheit und des Glücks. Heute befinden sich das Vaterland und die Bürger in einer Lage, die das Herz zerreißt und die Seelen trauern lässt.
Welcher freie „Februar-Anhänger“ wird uns die Hand reichen und seine Verbundenheit mit dem Vaterland gegen die Agenten des Westens und gegen die Diebe bekunden, die das Vaterland und die Bürger verkauft haben?“
Heute laute der Aufruf an die September- und Februar-Revolutionäre, hinauszugehen, um die Korruptionsclique zu konfrontieren und die Rückkehr des nationalen Willens zu verkünden, um die Verräter zu bekämpfen und die wahre Unabhängigkeit Libyens wieder herzustellen.
+ LibyaPress: Nachdem al-Habib al-Amin gedroht hatte, die Feierlichkeiten zum 57. Jahrestag der Septemberrevolution auf dem Märtyrerplatz nicht zuzulassen, setzten Jugendlichen aus Abu Salim in der Nacht auf den 24. August mit grünen Fahnen die Feiern zum kommenden Jahrestag der Revolution vom 1. September 1969 bis spät in die Nacht fort. (Foto)
+ LibyaPress: Am 23. August läuteten junge Menschen die Feierlichkeiten zum Jahrestag der Revolution des 1. September im Stadtteil Abu Salim in der Hauptstadt Tripolis ein. (Foto)
+ LibyaPress: Am 25. August gedachten die Menschen im Rahmen der Feierlichkeiten zum Geburtstag des Propheten Mohammed am Markusbogen in der Altstadt von Tripolis Oberst Muammar al-Gaddafi und seines Sohnes Saif al-Islam. (Foto)
+ LibyaPress: Die Bewohner der Altstadt von Tripolis bereiten sich darauf vor, den 57. Jahrestag der Septemberrevolution mit Liedern und Musik zu feiern. (Foto)
+ LibyaPress: Eine grüne Flagge mit einem Bild von Oberst Muammar al-Gaddafi wehte im Rahmen der Vorbereitungen auf die Feierlichkeiten zum 57. Jahrestag der Septemberrevolution an der Autobahn. (Foto)
+ LibyaPress: In Bani Walid weht die grüne Flagge, und zur Vorbereitung auf die Feierlichkeiten werden Kleidungsstücke mit dem Conterfey und Zitaten von Oberst Muammar al-Gaddafi hergestellt. (Foto)
+ Abdel Aziz Aghnia (Politikwissenschaftler): Je mehr die Regierungen seit 2011 ihre Unfähigkeit, die Versorgung mit Gas, Strom und Benzin sowie die Grundbedürfnisse der Bürger zu sichern, unter Beweis stellen – ganz zu schweigen von Souveränität und ausländischer Besatzung –, desto stärker gewinnt die Ideologie der September-Revolution von 1969 als Alternative an Bedeutung, da sie die Aussicht auf ein würdiges Leben und Souveränität in den Vordergrund rückt.
+ Osama Hammad (Chef der Bengasi-Parallelregierung) erklärte den 1. September zum offiziellen Feiertag anlässlich des Geburtstags des Propheten Mohammed (Hidschri-Jahr 1448 entspräche dem Jahr 2026 n. Chr.).
[Just dieser Tag ist auch der Tag der September-Revolution von 1969. Grüne Fahnen passen also in jedem Fall. Smiley!]
Der Lockerbie-Fall
+ Mustafa al-Fituri berichtete, dass die US-Bundesrichterin das Verfahren gegen den libyschen Staatsbürger Abu Agila Massud al-Mariami bis Januar 2027 ausgesetzt hat, da die von der Staatsanwaltschaft vorgelegten Beweise auf zu schwachen Indizien beruhten und die Verteidigung neue Beweise vorgelegt habe, die den Verlauf des Verfahrens beeinflussen könnten.
+ IntelToday: Nur 24 Stunden vor der Auswahl der Geschworenen wurde der Lockerbie-Prozess wegen neuer Beweise verschoben. „Wenn die Verteidigung die Herkunft und die Kette der Verwahrung des Fragments der Bombenzeitschaltuhr, das zu einem zentralen Element im Fall gegen Libyen wurde, infrage stellt, könnte die Staatsanwaltschaft vor einem verheerenden Beweisproblem stehen.“
+ Der zweite Angeklagte im Lockerbie-Fall, Khalifa al-Fahima, verstarb am 25. August. Al-Fahima war 2001 von einem schottischen Gericht freigesprochen worden.
Rückblick
+ Hafes al-Ghawail (Politologe): Am 21. August 2011 drangen die NATO-Mitglieder in Tripolis und in die Häuser der Menschen ein, wo sie Angst und Schrecken verbreiteten.
+ Dschaballah asch-Schibani (Abgeordneter): So wie Granada und Bagdad gefallen sind, ist auch Tripolis gefallen. Die verdammte NATO brachte es zum Fall, und seitdem befindet es sich im freien Fall.
+ Grace Pauls (palästinensischer Autor): Das Hauptziel des Arabischen Frühlings war es, die arabische Welt zu zerstören und die Moslembrüder an die Macht zu bringen, damit sie die gesamte arabische Welt regieren und zu einem untrennbaren Bestandteil des „tiefen Staates“ werden.
In Libyen wollten sie die Moslembruderschaft etablieren; es war ihnen bewusst, dass Libyen nicht auf herkömmliche Weise – zwischen Schiiten und Sunniten, Moslems und Christen – gespalten werden kann; also ließen sie die Stämme gegeneinander kämpfen, um das Land zu zerstören und zu spalten.
Sie haben Gaddafi ermordet, weil sie wissen, dass Libyen ein Land ist, das reich an Öl und Bodenschätzen ist und eine strategisch wichtige Lage hat. Gaddafi arbeitete an mehreren Bündnissen wie der Afrikanischen Union nach dem Vorbild der Europäischen Union. Dies hätte den Dollar und den Euro verdrängt, weshalb sie ihn ermordet haben.
Auch Gaddafis Bestrebungen, eine Arabische Union zu gründen und eine einheitliche afrikanische Goldwährung einzuführen, hätten den Dollar und den Euro verdrängt und die Wirtschaft des afrikanischen Kontinents angekurbelt; all dies waren Gründe, die zu seiner Ermordung führten, und so ihre Machtansprüche in Bezug auf Libyen zu stärken.
Gaddafi habe bewiesen, dass er ein sehr kluger Mann war, und der größte Beweis dafür ist, dass er es geschafft hat, Libyen mehr als 42 Jahre lang mit einer starken und klaren Politik zum Wohle seines Landes und der Region zu regieren.
+ Algerie Aujourd’hui: Libyen steht seit 2011 vor Bedrohungen aus dem Inneren, die häufig von externen Mächten geschürt werden. Chaos und Gewalt beherrschen weiterhin das politische Leben im Land.
Es gebe zahlreiche Motive hinter den Anschlägen und Angriffen, wie auf Beamte in Bengasi oder die Energieinfrastruktur. Libyen sei von Spaltung geprägt, dessen Interessenausgleich verstand nur Muammar al-Gaddafi zu managen.
+ Mohammed Bouisier (Politberater): In den 70er Jahren waren die libyschen Universitäten in einem guten Zustand. Die Fakultät für Erdöltechnik stand mit einer Universität im US-Bundesstaat Colorado in Verbindung; die mündlichen Prüfungen kamen direkt aus den USA. Die Lehrpläne ermöglichten es, direkt einen Master-Abschluss zu erwerben, ohne Vorbereitungs- oder Übergangsjahre, und die Universitäten vergaben Stipendien an die Studierenden; das Essen war kostenlos, und es wurde wirklich eine herausragende Arbeit geleistet. Es gab eine öffentliche Bibliothek mit allen Büchern, die in ihren us-amerikanischen Pendants für die Ausbildung in Erdöl- und Bergbaukunde vorhanden waren.
Zu jener Zeit vergab die Industrielle Wohnungsbaubank Mittel für staatlich geförderte Projekte und finanzierte 70 % der Projektkosten, ein Teil davon lag in einer Industriezone und wurde sehr günstig zur Verfügung gestellt.
Damals wurden libysche Produkte nach Ägypten exportiert, und in Libyen gab es die erste Fabrik in ganz Nordafrika, die mit Metalldruck arbeitete. Libyen leistete auf vielen Gebieten Pionierarbeit.





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