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Kategorie: Libyen Artikel (Seite 1 von 22)

Artikel zur aktuellen Politik in und um Libyen, Meinungen sowie historische Hintergründe

Saif al-Islam Gaddafi – sein Leben, sein Tod

Dr. Saif al-Islam Muammar GaddafiAm Dienstag, den 3. Februar 2026, wurde Saif al-Islam Gaddafi im Garten seines Hauses in az-Zintan erschossen. Gegen 18 Uhr drangen zwei Bewaffnete in sein Anwesen ein, während zwei Komplizen den Zugang sicherten. Saif al-Islam Gaddafi telefonierte gerade, versuchte noch, sich mit einer Pistole zu verteidigen, bevor 7 Schüsse auf ihn abgefeuert wurden. Zu diesem Zeitpunkt hielt sich kein Sicherheitspersonal auf dem Anwesen auf.
Die Ermordung von Saif al-Islam sandte Schockwellen durch Libyen.

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Saif al-Islam Muammar Gaddafi ist tot

Dr. Saif al-Islam Muammar Gaddafi

Dr. Saif al-Islam Muammar Gaddafi

Dr. Saif al-Islam Gaddafi, Sohn des libyschen Revolutionsführers Oberst Muammar al-Gaddafi und libyscher Präsidentschaftskandidat, wurde am Nachmittag des 3. Februar 2026 in seinem Haus in Zintan ermordet.
Es überschlagen sich die Trauerbekundungen in Libyen wie auch aus dem Ausland. Stellungnahme des politischen Teams von Muammar al-Gaddafi und von Moussa Ibrahim.

Leichen pflastern ihren Weg …. den Weg in den Abgrund.

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Epstein-Akten – und jetzt auch noch Libyen

Eingefrorene libysche VermögenswerteAm 30. Januar 2026 veröffentlichte das US-Justizministerium weitere Dokumente aus den Epstein-Akten. Darunter fand sich auch eine E-Mail von Greg Brown an Jeffrey Epstein, datiert vom 15. Juli 2011, worin der Plan erläutert wurde, sich mit Hilfe ausländischer Geheimdienste libysche Vermögenswerte anzueignen. Profitiert werden sollte auch von einem späteren Wiederaufbau Libyens.

 

 

Jeffrey Epstein, der mit Politikern, Prominenten und Geheimdiensten besten vernetzt war, wurde wegen Betreibens eines Sex-Rings mit Kindern und Jugendlichen verhaftet, kam jedoch im August 2019 im Gefängnis noch vor Prozessbeginn auf mysteriöse Weise ums Leben.

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Leben im Exil: von Sirte nach Tunis

Haitham Abdelaziz Mussa

Haitham Abdelaziz Mussa

Die politischen Umstände des Jahres 2011 zwangen viele libysche Familien, ihr Land zu verlassen. Viele junger Libyer, die mit ihren Eltern vor allem nach Ägypten und Tunesien, aber auch in andere Länder flüchteten, sind dort aufgewachsen. Einer von ihnen ist der heute 15-jährigen Gymnasiast Haitham Abdelaziz Mussa, dessen Geschichte hier stellvertretend für die vielen anderen, die in der Kindheit oder Jugend ihre Heimat verloren, erzählt werden soll.

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Libyen: Historische Fakten zur Scheinunabhängigkeit im Kontext internationaler Konflikte

Saif al-Islam al-GaddafiPräsidentschaftskandidat Saif al-Islam Muammar Gaddafi veröffentlichte ein umfangreiches Dokumentationsmaterial, das die unvollständige und nur dem Schein nach gewährte Unabhängigkeit Libyens im Jahr 1951 belegt. Die Unabhängigkeit ging auf die Konflikte des Kalten Krieges zurück und brachte Libyen unter den Einfluss des Westens, der über alle bedeutenden Entscheidungen der Regierung von König Idris bestimmte und auf libyschem Gebiet Militärbasen errichten konnte.
Seine vollständige Souveränität erlangte Libyen erst durch die al-Fatah-Revolution im September 1969, die die ausländische Militärpräsenz beendete und die italienischen Siedler des Landes verwies.
Der Nato-Krieg von 2011 hatte zur Folge, dass Libyen erneut der Bevormundung durch ausländische Mächte ausgesetzt ist, die auch wieder libysche Militärstützpunkte übernahmen.

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Raubzüge: Euroclear, Belgien und verschwundene Milliarden

Libysche BanknotenDer belgische Finanzdienstleister Euroclear hat aktuell durch den von ihm verwalteten und nun eingefrorenen russischen Staatsfonds und den von einigen EU-Ländern gewünschten Zugriff auf dieses Vermögen große Publizität erlangt. Weniger bekannt ist, dass Euroclear bereits 2018 in der Kritik war, weil es auf Wunsch der Europäer unrechtmäßig Zinserträge aus eingefrorenem libyschem Staatsvermögen auf dubiose Konten überwies. Der anschließende handfeste Finanzskandal könnte Belgien im Falle des russischen Staatsvermögens als Warnung gedient haben.

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