Hinter dem Sturm auf das auf afrikanischem Boden gelegene spanische Ceuta steckt politisches und geopolitisches Kalkül. Wer die Meerengen und -zugänge kontrolliert, kontrolliert den internationalen Seehandel, den über das Wasser abgewickelten Gas- und Ölransport sowie Migrationsrouten.
Die militärische Kontrolle des Mittelmeers im Spiegel der Geschichte
Es existieren nur zwei Verbindungswege zwischen dem Mittelmeer und den Weltmeeren: die Straße von Gibraltar und der Suezkanal, wobei letzterer eine künstliche Wasserstraße ist. Daneben gibt es im Nordosten des Mittelmeers die enge Dardanellen-Durchfahrt, die vom Mittelmeer ins Marmara-Meer führt, das wiederum über den Bosporus mit dem Schwarzen Meer verbunden ist. Im Südwesten ist der Suezkanal die Verbindung zwischen dem Mittelmeer und dem Roten Meer und bietet darüber hinaus über die Meerenge des Bab al-Mandab die kürzeste Schifffahrtsroute vom Indischen Ozean über das Rote Meer zum Mittelmeer. Im Westen verbindet die Straße von Gibraltar das Mittelmeers mit dem Atlantik. Hier spielte sich soeben der Ansturm von jungen Marokkanern auf die auf afrikanischem Boden gelegene, spanische Exklave Ceuta ab.
Den Briten, als die ehemaligen Beherrscher der Weltmeere, gelang es im Ersten Weltkrieg nicht, die Dardanellen zu erobern, die ebenso wie der Bosporus heute unter türkischer Verwaltung stehen; auch die Kontrolle über den Suezkanal mussten sie an Ägypten abgeben. Einzig an der Straße von Gibraltar konnten sie bis heute ihre Kronkolonie Gibraltar halten.
Wie die aktuellen Konflikte und Kriege, insbesondere um die Straße von Hormus, zeigen, hat sich an der strategischen Bedeutung von Meerengen bis heute nichts geändert.
Bosporus und Dardanellen
Der Bosporus bildet die dreißig Kilometer lange Meerenge, die Europa und Asien verbindet und vom Mittelmeer ins Schwarze Meer und damit zu den dortigen Anliegerstaaten –Türkei, Georgien, Russland, Ukraine, Rumänien und Bulgarien – führt. Wer den Bosporus kontrolliert, kann bestimmen, wem die Zufahrt zu den Häfen des Schwarzen Meeres gestattet wird und welche Schiffe von dort ins Mittelmeer auslaufen können. Schon das Oströmische Reich machte sich dies zunutze; später errichtete das Osmanische Reich militärische Befestigungsanlagen an den Ufern der Meerenge und die spätere Türkei untersagte über lange Zeiträume russischen Kriegsschiffen die Durchfahrt.
Die etwa 65 Kilometer langen Dardanellen, Durchfahrt vom Mittelmeer ins Marmarameer, blicken auf eine blutige Geschichte zurück. Sie waren schon in der Antike Schauplatz militärischer Schlachten, ob Perserkriege oder Peloponnesischer Krieg. In der Spätantike schlugen dort römischer Kaiser ihre Seeschlachten und 1656 kämpften die Republik Venedig und das Osmanische Reich um die Vorherrschaft im östlichen Mittelmeer. Während des Ersten Weltkriegs scheiterte ein Landungsversuch der Briten zur Eroberung der Meerenge. Die Schlacht von Gallipoli war eine der schrecklichsten des gesamten Kriegs. So schrieb der französische Pazifist Romain Rolland im September 1915: „Das brennend heiße staubige Mudros stand voller Zelte, unter denen Tausende von Fieber-, Ruhr- und Typhuskranken im Sterben lagen! […] 40.000 Mann, die auf der Halbinsel von Gallipoli an Land kamen, sitzen obdachlos auf den Felsen unter dem Feuer der asiatischen Geschütze. Vor ihnen liegt eine unüberquerbare Schlucht, so dass man weder vorwärts noch rückwärts kann. Die Dardanellen zu bezwingen, ist ausgeschlossen.“ (1)
1936 wurde die Durchfahrt von Schiffen und Kriegsschiffen durch die Dardanellen und den Bosporus durch ein internationales Abkommen geregelt, das der Türkei die Hoheitsrechte zusprach, ebenso wie die Möglichkeit, den Bosporus im Kriegsfall sperren zu dürfen.
Der Suezkanal
Der 168 Kilometer lange Suezkanal bildet die Grenze zwischen Afrika und Asien. Er ist eine durch Ägypten führende, künstliche Meerwasserstraße, die das Mittelmeer über die Landenge von Suez mit dem Norden des Roten Meeres verbindet, wobei das Rote Meer im Süden über die Meerenge des Bab al-Mandab mit dem Indischen Ozean verbunden ist und der Kanal so Schiffen den langen Seeweg um Afrika, das heißt über den Atlantik zur Straße von Gibraltar ins Mittelmeer, erspart. Über den Suezkanal als Teil der maritimen Seidenstraße laufen zu normalen Zeiten bis zu fünfzehn Prozent des weltweiten Seehandels sowie dreißig Prozent des Container-Schiffsverkehrs. Der kriegsverursachte aktuelle Einbruch dieses Anteils und damit der Rückgang der Einnahmen der Durchfahrtgebühren belasten die ägyptische Staatskasse stark.
Der Suezkanal wurde 1869 eröffnet. Nachdem der Kanalbau Ägypten durch die Aufnahme ausländischer Anleihen praktisch in den Ruin getrieben hatte, schnappte die Schuldenfalle zu. Die Briten übernahmen 1875 den ägyptischen Aktienanteil und sicherten sich so die Kontrolle über den Suezkanal als die kurze Seeverbindung nach Indien. 1882 wurde Ägypten komplett von den Briten besetzt, die es 1914 zu ihrem Protektorat machten. Die Osmanen, als Teil der Mittelmächte im Ersten Weltkrieg, griffen im Winter 1915 den Kanal an, um ihn von den Briten zu erobern, was misslang. Selbst nachdem 1922 Ägypten ein eigenständiges Königreich geworden war, strichen die Briten die mit der Kanaldurchfahrt erzielten Gewinne ein.
Während des Zweiten Weltkriegs konnten die Briten italienische und deutsche Offensiven zurückschlagen. 1952 wurde die Monarchie in Ägypten gestürzt und ein Jahr später die Republik ausgerufen. Präsident Gamal Abdel Nasser verstaatlichte 1956 die Suezkanal-Gesellschaft, woraufhin Israel, Großbritannien und Frankreich militärisch in Ägypten intervenierten. Die Krise konnte durch UN-Vermittlung beigelegt werden.
Die Straße von Gibraltar
Alle Schiffe, die über den Atlantik ins Mittelmeer kommen und die dortigen europäischen und afrikanischen Häfen als Ziel haben, müssen durch die Straße von Gibraltar, die zu den meistbefahrenen Seestraßen der Welt zählt. Wenn die Route durch das Bab al-Mandab und das Rote Meer – wie aktuell – zu gefährlich ist, sind die Schiffe gezwungen, Afrika zu umrunden, um über die Meerenge von Gibraltar das Mittelmeer anzusteuern. Dies gilt natürlich auch in der entgegengesetzten Richtung: So müssen beispielsweise Schiffe aus den Häfen des Schwarzen Meeres, wie russische Öl- und Gastanker, für ihre Weiterfahrt in den Atlantik die Straße von Gibraltar durchqueren.
Marokko, Spanien, Großbritannien – und die Straße von Gibraltar
Die Straße von Gibraltar bildet an ihrer schmalsten Stelle mit 14 Kilometern die kürzeste Verbindung zwischen dem europäischen und dem afrikanischen Kontinent. Im Norden liegt spanisches Festland, im Süden marokkanisches, mit zwei Besonderheiten: Spanien ist immer noch, neben einigen kleineren Inseln, im Besitz von zwei Exklaven an der marokkanischen Küste, nämlich Melilla und Ceuta. Melilla wurde 1497 von Kastilien erobert, Ceuta wurde 1415 zunächst portugiesisch und kam später in spanischen Besitz. Marokko fordert seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1956 diese Gebiete zurück, die die einzigen EU-Landesgrenzen auf afrikanischem Boden darstellen.
Die zweite Besonderheit stellt der Felsen von Gibraltar dar, der direkt gegenüber von Ceuta auf dem europäischen Festland liegt und zu Großbritannien gehört. Wer vom afrikanischen Ceuta auf das spanische Festland übersetzen möchte, dessen Schiff fährt nicht im Hafen von Gibraltar, sondern im Hafen der nahegelegenen spanischen Stadt Algeciras ein.
Gibraltar ist ein britisches Überseegebiet, das Großbritannien – obwohl von Spanien beansprucht – seit 1704 hält. Auch Gibraltar, und somit die Kontrolle über diese Meerenge, war über die Jahrhunderte umkämpft, so als im Mittelalter Niederländer und Briten um die Vorherrschaft auf den Ozeanen stritten. Während des Englisch-Spanischen Krieges (1727–1729) wurde die Kronkolonie Gibraltar vergeblich belagert. Einige Jahrzehnte später misslangen Eroberungsversuche von spanischen und französischen Truppen.
Gegen Angriffe der deutschen Wehrmacht wandelten die Briten während des Zweiten Weltkriegs den Felsen in eine unterirdische Festung um. Im November 1942 schlug der us-amerikanische General Dwight D. Eisenhower sein Hauptquartier in Gibraltar auf, um von hier die Invasion in Marokko zu starten. Aufgrund der großen strategischen Bedeutung unterhalten die Briten auch heute einen bedeutenden Flottenstützpunkt in Gibraltar.
Ceuta – Gibraltar: Geopolitik und Einflusszonen
Blickt man auf die Bedeutung dieser Meerenge als Zugang zum Atlantik drängt sich die Vermutung auf, dass der Sturm von Migranten auf Ceuta keinesfalls nur eine neue Variante innerhalb der Flüchtlingskrise war. Neben dem Versuch, eine unliebsame spanische Regierung zu entsorgen, wird auch am großen geopolitischen Rad gedreht.
Im Bericht des US-Parlaments vom 30. April 2026 gibt es eine Marokko betreffende Stelle, auf die im Anti-Spiegel hingewiesen wurde. Das US-Parlament spricht in Zusammenhang von Melilla und Ceuta plötzlich von „spanisch verwalteten“ Städten, während die USA zuvor Spaniens Autorität über die Gebiete niemals infrage stellten.
Auf afrikanischer Seite der Straße von Gibraltar befindet sich Marokko, das Militärstützpunkte an Israel vergeben könnte, und auf europäischer Seite sitzen die Briten in ihrer Kronkolonie Gibraltar: zwei der engsten Verbündeten der USA kontrollierten somit die Verbindung von Atlantik und Mittelmeer.
Die Achse Marokko – Israel – USA
Marokko und der vormals für seinen ausschweifenden Lebensstil, nun aber schwerkranke König Mohammed VI. dienten sich auf unterwürfige Weise der US-Regierung an. Marokko scheint sogar eine wichtige, 1.055 Kilometer lange Überlandstraßenverbindung nach dem USA-Präsidenten benannt zu haben, zumindest verkündete dies Trump stolz in einem Video.
Alexander Wallasch berichtet auf seinem Blog, dass Israel und Marokko 2021 ein Defense Memorandum of Understanding unterzeichneten, das erste seiner Art mit einem arabischen Staat. Die weitere militärische Zusammenarbeit wurde geplant und für 2026 ein gemeinsamer Militärplan entwickelt. Marokko unterzeichnete das Abraham-Abkommen mit Israel, im Gegenzug für die Anerkennung der völkerrechtswidrigen marokkanischen Annexion der Westsahara durch die USA – ein Deal ganz im Verständnis von Donald Trump. Seit 2024/2025 produziert eine Fabrik des israelischen Rüstungskonzerns BlueBird Aero Systems (IAI-Tochter) Kamikaze-Drohnen im marokkanischen Benslimane. Diese Fertigungsstätte ist die erste israelische Produktionsstätte der Rüstungsindustrie in Nordafrika.
Israel scheint den Plan zu verfolgen, auf marokkanischem Gebiet an der Straße von Gibraltar eine Militärbasis zu errichten – ein Ausdruck der israelischen Bestrebungen, im Rahmen seiner Eroberungszüge auf arabischem Gebiet seine regionale Vormachtstellung gegen die Türkei und den Iran auszubauen. Dazu bedarf es auch einer Präsenz im Indischen Ozean, am besten nahe des Bab al-Mandab, der nur 26 Kilometer breiten Meerenge, die Afrika von Asien trennt.
Israel und Somaliland
Israel erkannte kurzerhand im Dezember 2025 als weltweit erster und einziger UN-Mitgliedstaat offiziell die Republik Somaliland an, die seinerseits dem Abraham-Abkommen beitrat. Dies eröffnet Israel die Möglichkeit, einen Militärstützpunkt am Indischen Ozean, nahe des Bab al-Mandab, zu unterhalten. Nicht nur die Anerkennung von Somaliland, auch die geplante Umsiedlung von aus dem Gazastreifen vertriebenen Palästinensern dorthin stieß auf große internationale Kritik. Solcherart Pläne könnten auch mit Marokko geschmiedet werden.
Das moslemische Somaliland hatte sich von Somalia abgespalten, liegt an einer strategisch wichtigen Küste und grenzt im Norden an Dschibuti. In dem kleinen, gegenüber dem Jemen gelegenen Dschibuti, drängeln sich nur so die Militärstützpunkte, so betreiben dort die USA mit dem Camp Lemonnier den größten US-Stützpunkt in Afrika, unterhält Frankreich historische und große Luftwaffen- sowie Truppenpräsenzen und hat China seinen einzigen Militärstützpunkt im Ausland. Italien, Japan und Spanien unterhalten ebenfalls eigene oder gemeinsam genutzte logistische Einrichtungen. Welche Schmach, dass an der gegenüberliegenden Küste ausgerechnet die jemenitischen Sandalenkrieger der vom Iran unterstützten Ansar Allah die Stellung halten und das Rote Meer und somit die Zufahrt zum Mittelmeer über den Suezkanal kontrollieren.
Spanien und die USA
Ganz im Gegensatz zu Marokko machte sich Spanien unter der Regierung von Pedro Sanchez bei der Trump-Regierung auf vielerlei Weise unbeliebt: Spanien kannte 2024 offiziell Palästina als Staat an, gewährte den USA während des Iran-Kriegs keinen Zugang zu ihren Militärstützpunkten und verweigerte die Erhöhung ihrer Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent der Wirtschaftsleistung. Pedro Sanchez war auch der einzige europäische Staatschef, der den israelischen Vernichtungskrieg in Gaza früh und massiv kritisierte. Außerdem pflegt Spanien mittlerweile gute Kontakte zu Algerien, das wegen der völkerrechtswidrigen Annektierung der Westsahara, die zwischenzeitlich von Trump anerkannt wurde, im Dauerstreit mit Marokko liegt. Darüber hinaus unterzeichnete Sanchez am 20. Juli 2026 ein Abkommen über algerische Erdgaslieferungen, womit Algerien die USA als Madrids Hauptlieferant ersetzt.
Spanien könnte durch Sanchez‘ außenpolitische Positionen prädestiniert sein, eine eigene, spezielle Partnerschaft mit Afrika aufzubauen, die auf geografischer Nähe, historischen Verbindungen und der Achtung der afrikanischen Souveränität basiert.
Der Sturm auf Ceuta und die europäische Politik
Der Sturm von bis zu 60.000 junger Marokkaner auf Ceuta erschien gut orchestriert: Falschmeldungen über offene Grenzen nach Spanien sowie marokkanische Sicherheitskräfte, die den Jugendlichen nicht nur nichts entgegensetzten, sondern ihnen sogar den Weg wiesen. Im österreichischen Standard heißt es dazu: „König Mohammed VI. regiere Marokko autoritär und habe die Überwachung massiv ausgebaut, heißt es in den Berichten über das, was sich am 30. Juli an der Grenze zur spanischen Exklave Ceuta abspielte. Gemeint ist damit, dass die marokkanische Führung wusste, was sich anbahnt. Das darf man annehmen.“ Ein Ansturm dieser Größenordnung wäre ohne Duldung durch die marokkanischen Behörden kaum möglich gewesen – da sind sich wohl alle Beobachter einig.
Die hysterische Reaktion vieler europäischer Politiker auf den Ceuta-Ansturm erfolgte prompt. Wie auf Befehl fielen sie über die spanische Regierung her, allen voran die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die sofort die – nicht vorhandene – Grenze zu Spanien schließen ließ, ungeachtet der Tatsache, dass für die beiden spanischen Exklaven in Marokko das Schengen-Abkommen nicht gilt und es für in Ceuta gestrandete Migranten praktisch unmöglich ist, per Schiff nach Europa zu gelangen. Nichtsdestotrotz sprang der deutsche Kanzler Friedrich Merz Meloni sogleich zur Seite.
Ein Zweck des Ceuta-Sturms war es, durch massive Kritik und dem Schüren von Ängsten bei der spanischen Bevölkerung die Regierung von Pedro Sanchez zu destabilisieren. Handelt es sich also um ein Regime-Change-Szenario, das gern und immer wieder ins Spiel gebracht wird, wenn „ein politisch Verantwortlicher nicht nach den angesagten Regeln des großen Hegemons spielt“ – wie Winfried Wolk auf Manova vermutet.
Und es soll noch nachgelegt werden. Wie RT berichtete, hat laut dem Radiosender Cadena SER das spanische Verteidigungsministerium das Militär angewiesen, sich auf eine erneute Erstürmung der spanischen Exklave Ceuta vorzubereiten. Zuvor hatte der spanische Geheimdienst CNI Beiträge in sozialen Medien als glaubwürdig eingestuft, die für den 15. August zu einer erneuten Erstürmung der in Marokko gelegenen Exklave aufgerufen hatten.
Keine Rolle scheint zu spielen, dass die meisten Marokkaner nach ihrer Ankunft in Ceuta umgehend in ihre Heimat zurückkehrten. Angesichts des Todes von mindestens 86 Menschen, die bei dem Versuch, Ceuta zu erreichen, ertrunken sind, werden es sich die jungen Marokkaner hoffentlich überlegen, ob sie sich noch einmal instrumentalisieren lassen und für israelische und us-amerikanische Interessen ihr Leben riskieren.
Doch nicht nur rechte Regierungen prügelten auf die spanische Regierung ein, auch von linker Seite geriet Sanchez unter Druck. Zum einen wurde die Zurückweisung der in Ceuta gestrandeten Marokkaner kritisiert, zum anderen wurde gefordert, dass Spanien seine Exklaven als kolonialistisches Überbleibsel an Marokko zurückgeben müsse – ein geopolitischem Unverständnis geschuldeter Schulterschluss mit der Trump-Regierung. Und es sei die Frage erlaubt: Wieso wird nicht auch die Rückgabe von Gibraltar an Spanien gefordert?
Diese Vorgänge rund um die Straße von Gibraltar können niemals im Interesse der Europäer sein. Weder sollte die Kontrolle über die Meerenge allein den Briten und den Israelis beziehungsweise den USA zu überlassen werden, noch sollten sie sich durch die obskuren Vorgänge in Ceuta weiter spalten lassen.
Cui bono?
(1) Angelika Gutsche, „Romain Rolland. Der Erste Weltkrieg aus der Sicht eines Pazifisten. Aus den Tagebucheinträgen 1913 – 1919“





Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.