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Bani Walid 6.2.2026

Start einer großen internationalen Petition auf der Website Change.org unter dem Titel „100 Days Without Justice“ (https://www.change.org/p/arrest-the-assassins-of-dr-saif-al-islam-end-the-protection-of-his-killers). Diese digitale Initiative zielt darauf ab, globalen rechtlichen Druck zu mobilisieren, um die Hintergründe des Mordanschlags vom 3. Februar aufzudecken.

Die rechtlichen Aktivitäten und der Druck des Volkes in Libyen zur Forderung nach Aufklärung der Umstände des Mordes an Saif al-Islam Muammar al-Gaddafi haben sich 100 Tage nach der Tat verstärkt.
Obwohl die Täter bekannt sind, wurden sie bisher nicht verhaftet. Nicht nur Gaddafi-Unterstützer klagen die Stämme von Zintan an und fordern den Innenminister der Dabaiba-‘Regierung’ zum Rücktritt oder zum Handeln auf.
Wie soll es in Libyen zu echten Wahlen kommen, wenn jeder missliebige Kandidat im Vorfeld damit rechnen muss, ermordet zu werden?
Politische Gegner durch Mord beseitigen – b
arbarische Zeiten.

Am Dienstag, den 3. Februar 2026, wurde Saif al-Islam Gaddafi im Garten seines Hauses in az-Zintan erschossen. Gegen 18 Uhr drangen zwei Bewaffnete in sein Anwesen ein, während zwei Komplizen den Zugang sicherten. Die Ermordung von Saif al-Islam sandte Schockwellen durch Libyen.

Stellungnahmen anlässlich der verstrichenen 100 Tage seit dem Mord an Saif al-Islam Gaddafi:

+ Die Konferenz der sozialen und politischen Akteure und zivilgesellschaftlichen Institutionen im Fessan forderte den Generalstaatsanwalt am 13. Mai auf, den Grund für die Verzögerung bei der Festnahme der am Mord an Saif al-Islam Muammar al-Gaddafi Beteiligten zu erläutern. Seit dem Verbrechen seien 100 Tage vergangen.
Die ‚Regierung‘ wurde aufgefordert, ein qualifiziertes und unabhängiges Team zu beauftragen, die Kriminellen zu verfolgen, die Dr. Saif al-Islam Muammar al-Gaddafi ermordet haben, und sie der Justiz zuzuführen.
Falls die Lähmung weiter bestehe, werde die Internationalisierung des Falls gefordert.
Das Verbrechen stieß auf eine breite Welle der Empörung auf internationaler und afrikanischer Ebene, wobei mehrere Länder den Mord verurteilten, darunter, neben der UN-Mission und der Afrikanischen Union, auch Russland.
Die Scheichs der Stadtviertel der Gemeinde Zintan hatten noch weniger als einen Monat vor dem Mord, am 9. Januar, eine Erklärung unterzeichnet, in der sie Saif al-Islam angriffen. Dies deute auf eine Beteiligung an oder auf Anstiftung zum Verbrechen hin.
Der Generalstaatsanwalt verkündete im März,dass drei Tatverdächtige identifiziert seien und erließ Haftbefehle. Der Innenminister von Dabaiba, at-Trabelsi, der aus Zintan stammt, hat bis heute die Haftbefehle gegen Husam al-Hasi und Schawqi al-Bukusch, beide aus Zintan, nicht vollstrecken lassen. Die beiden Gesuchten nahmen erst im April unbehelligt an der Hochzeitsfeier von Abdelsalam Zubi teil. Sowohl Imad at-Trabelsi als auch sein Bruder Abdullah taten ihre Absicht kund, aufgrund der heiklen Situation in Zintan in diesem Fall nicht mit der Staatsanwaltschaft zu kooperieren.
Saif al-Islam al-Gaddafi war stark in die Bemühungen um die libysche nationale Versöhnung involviert und betrachtete sie als Basis für den Ausstieg aus der Spaltung; sein Team trug zur Ausarbeitung der Charta des nationalen Friedens unter der Schirmherrschaft der Afrikanischen Union bei.
Das Verbrechen fiel aufgrund einer Entscheidung, an der interne Parteien beteiligt waren, möglicherweise mit Anstiftung durch internationale Parteien.

+ Team von Saif al-Islam Gaddafi: Dass seit dem Mord an Saif al-Islam Gaddafi 100 Tage vergangen sind, ohne dass tatsächlich Maßnahmen ergriffen wurden, beschädigt das Ansehen der Justizbehörde. Das Schweigen angesichts des Verbrechens könne als indirekte Beteiligung daran ausgelegt werden.
Die unterlassene Umsetzung der Haftbefehle stelle einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Pflichten der Justiz dar. Dies sende die gefährliche Botschaft, dass das Gesetz in Libyen selektiv angewendet werde.
„Wir werden nicht zulassen, dass der Mord an Saif al-Islam Gaddafi zu den Akten gelegt wird.“

+ Youth League von Gharyan: Wir verurteilen das Schweigen, das 100 Tage seit der Ermordung von Dr. Saif al-Islam Muammar al-Gaddafi immer noch anhält.
Die Durchsetzung des Rechts und die Aufdeckung aller Tatumstände sei eine nationale Pflicht, die keinen Aufschub dulde.

+ Liga der Gefangenen der Unterstützer des Volksdemokratischen Systems: 100 Tage sind vergangen seit dem Attentat auf den Präsidentschaftskandidaten und Führer des nationalen Versöhnungsprojekts, Dr. Saif al-Islam al-Gaddafi, während die Unklarheit anhält und die offiziellen Stellen schweigen – bei einem Fall, der die libysche Bevölkerung erschüttert hat.
„Wir machen bestimmte Kreise in der Stadt Zintan moralisch dafür verantwortlich, dass die Wahrheit nicht bekannt wird. Wir verurteilen die Untätigkeit der Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden bei der Vollstreckung der Haftbefehle, die vom Büro des Generalstaatsanwalts gegen die Verdächtigen erlassen wurden.“
Alle nationalen Kräfte, Menschenrechtsorganisationen und die UN-Mission seien aufgerufen, ihre Verantwortung zu übernehmen, die Umstände des Falls aufzudecken und sicherzustellen, dass alle Beteiligten ohne Ausnahme vor Gericht gestellt werden.

+ Gefolgschaft von Saif al-Islam: Dr. Saif al-Islam Muammar al-Gaddafi wird in unserem Bewusstsein der Zeuge einer Zeit der Prüfungen bleiben. Er wurde als Staatsmann, der daran glaubte, dass der Frieden der einzige Weg zum Überleben ist, zum Symbol.
Er war die Verkörperung einer Idee, an die er bis zum letzten Atemzug glaubte: Dass das Vaterland nicht auf den Trümmern der Ausgrenzung aufgebaut werden kann, auch nicht durch bittere Rache erhalten oder gerettet werden kann, wenn es dadurch seine Würde verliert.
Saif al-Islam hatte verkündet, dass Legitimität an der Wahlurne aus dem Willen des Volkes geschöpft wird, nicht aus Gewehrläufen. Er entsandte seine Vertreter, um das Abkommen für Frieden und nationale Versöhnung in Addis Abeba (Februar 2025) zu unterzeichnen, in dem Bemühen, den Riss zu kitten, das zerrissene soziale Gefüge zu reparieren und der Sprache der Weisheit Vorrang zu geben.
Die Ermordung des Märtyrers am 3. Februar 2026 war ein heimtückischer Versuch, das Projekt der nationalen Versöhnung zu ersticken und die Stimme der Vernunft zum Schweigen zu bringen.
Saif al-Islam starb, doch das Projekt blieb lebendig ; denn große Ideen werden nicht begraben, und die Hoffnungen, die er in den Herzen der Libyer entzündet hat, sterben nicht an einer Kugel des Verrats.

+ Mandela Volksbewegung: Es ist Zeit zu handeln, um die Wahrheit mit all ihren kriminellen, politischen und sozialen Hintergründen und allem, was damit zusammenhängt, aufzudecken.
Die Stämme Libyens sollten die notwendigen Maßnahmen gegen die Beteiligten ergreifen, um die mit Religion und Gesetz im Einklang stehenden Bräuche zu bewahren.

+ Die Organisation der Frauen aus dem Fessan erklärten ihren Widerstand gegen die Verschleppung der Aufklärung des Mordes an Saif al-Islam Gaddafi und forderten die Entlassung des Innenministers der Tripolis-‘Regierung, Imad Trabelsi, weil er die Anordnung des Generalstaatsanwalts nicht umsetzt.
Saif al-Islam war ein Ikone des Friedens, der bewies, dass er die Bitterkeit über Verluste überwinden kann, Verluste der Macht, des Vaters, der Brüder und Verwandten sowie der Anhänger von gestern.
Trotz all dessen, was Seif al-Islam durchgemacht hat, habe er die Fahne der Versöhnung und des Verzeihens erhoben und dazu aufgerufen, die Vergangenheit zu überwinden, die Reihen zu schließen und den Staat wieder aufzubauen.
„Wir verurteilen in erster Linie die Stämme von Zintan für ihr bedrohlich Schweigen über die Ermordung eines wehrlosen Mannes, der unter ihrem Schutz stand oder zumindest in ihrem Einflussbereich war. […]
Wir fordern Dabaiba auf, sofortige Maßnahmen gegen den Innenminister zu ergreifen.“

+ Das Versöhnungsteam von Saif al-Islam al-Gaddafi erklärte, es sei ihm unmöglich, an jedwedem Dialog bezüglich der nationalen Versöhnung teilzunehmen, bis die Mörder gefasst und der Justiz vorgeführt werden.
„Wir werden auf dem Weg weitergehen, den er vorgezeichnet hat, und wir werden für die Verwirklichung seiner Vision kämpfen, egal wie groß die Schwierigkeiten sind.“
Saif al-Islam habe gewusst, dass der Aufbau eines modernen und stabilen Staates nur durch das Heilen der Wunden des Vaterlandes und das Öffnen der Türen in die Zukunft für alle Libyer möglich ist.

+ Das juristische Team von Saif al-Islam al-Gaddafi forderte die Afrikanische Union und die UN-Mission zu einer klaren Haltung bezüglich des Mordanschlags auf, indem sie auf die Bekanntmachung der Ermittlungsergebnisse und der Wahrheit drängt. Der Umgang mit diesem Verbrechen müsse seiner Gefährlichkeit und seines Einflusses auf die Zukunft des Staates und der Gesellschaft angemessen sein.

+ Jugendversammlung des Südens forderte den Obersten Justizrat, die Dabaiba-‘Regierung’ und das Innenministerium auf, schnell und entschlossen zu handeln, um die Mörder von Seif al-Islam al-Gaddafi zu verhaften, und kritisiert das Schweigen der Stämme von Zintan. Das Schweigen der Justiz- und Sicherheitsbehörden verwandle sich in eine tödliche Leere, die den Mördern und denen, die hinter ihnen stehen, ein Gefühl der Sicherheit verleihe, ja vielleicht sogar eine implizite Belohnung.
„Ihr Stämme von Zintan, wenn in euch Stolz, Ehre oder Sorge um die Sicherheit und den Ruf eurer Söhne ist, dann ist jetzt die Zeit gekommen, das zu beweisen.“
Das Gefährlichste, was aus diesen 100 Tagen der Nachlässigkeit resultiere, sei die Festigung einer hässlichen und zerstörerischen Tradition… einer Tradition der Liquidierung der politischen Gegner.

+ Der Oberste Rat der Stämme und Städte des Fessan fragte: Wo sind 100 Tage nach dem Mord an Saif al-Islam Gaddafi der Generalstaatsanwalt und das Innenministerium?
Was hat sie daran gehindert, ihre gesetzlichen Pflichten zu erfüllen, indem sie die Beschuldigten und alle, die hinter diesem abscheulichen Verbrechen stehen, festzunehmen?
Das Geheimnis, das die Mörder von Saif al-Islam al-Gaddafi umgibt, ist kein Informationsvakuum, sondern ein moralisches und rechtliches Vakuum, das die Spaltung zu erweitern droht.
Wenn dieses Verbrechen ungesühnt bleibt, wird die Beseitigung politischer Gegner in unserer Gesellschaft zur Gewohnheit.
Dies sei eine offene Einladung zum Chaos und eine Sabotage jeder ernsthaften Bemühung, einen institutionellen Staat aufzubauen, der auf der Herrschaft des Rechts beruht.
Sofortiges und entschlossenes Handeln zur Festnahme der Beschuldigten und ein faires Gerichtsverfahren sei eine heilige Pflicht und eine Verpflichtung gegenüber dem Opfer.

+ Die Jugend der Gaddafi-Stämme verurteilte, dass der Mord an Saif al-Islam Gaddafi immer noch nicht aufgeklärt ist und drohte mit Eskalation.
„Wir haben den Institutionen eine Chance gegeben, nein, mehrere Chancen, in der Hoffnung, dass die Mühlen der Justiz zu mahlen beginnen und die zuständigen Behörden die Initiative ergreifen, um diese Verbrecher zu verhaften und vor Gericht zu stellen.“
Die Stämme von Zintan deckten durch ihr Schweigen die Verbrecher, als ob sie unwissentlich ein Signal geben, dass der Verrat an denen, die Zuflucht suchten, abgesprochen und akzeptiert war.

+ Allgemeine Liga der libyschen Jugend: Wir verurteilen die Unklarheit und das offizielle Schweigen bezüglich des Mordes durch die Justizbehörden, da es sich um eine Sache handelt, die die gesamte libysche Öffentlichkeit betrifft.
Wir rufen alle nationalen Kräfte, Menschenrechtsinstitutionen und die UN-Mission auf, ihre rechtlichen und humanitären Verantwortlichkeiten wahrzunehmen, die Umstände des Falls vollständig aufzudecken und sicherzustellen, dass alle Beteiligten ohne Ausnahme vor Gericht gestellt werden.

+ Jugend der westlichen Berge: Die Herstellung des Rechts und die Aufdeckung aller Umstände, die mit dem Fall zusammenhängen, stellen eine nationale Pflicht und eine moralische Verantwortung dar, die keinen Aufschub duldet, zum Schutz der Würde und der Gerechtigkeit und zum Schutz der Rechte der Bürger.

+ Khalid Mohammed Al Hidschazi (ehemals Inspektionsbüro von Libya Africa Investment Portfolio): Die Ermordung von Saif al-Islam Gaddafi ist ein Thema von öffentlichem Interesse, das nicht ignoriert oder verschleiert werden kann.
Es erhalte seine Bedeutung dadurch, dass Saif al-Islam eine öffentliche Figur war, die für die Präsidentschaft kandidierte und eine starke Basis im Volk hatte.

+ Verband der Jugend der al-Arbān im Exil: Die Verzögerung bei der Aufdeckung der Wahrheit, trotz der zirkulierenden Informationen, erregt berechtigte Besorgnis. Die Öffentlichkeit stellt Fragen und die Justiz muss eine historische und rechtliche Verantwortung übernehmen.

+ Die NATO-Opferliga und die Bewegung Krieg gegen Libyen verurteilten, dass nach 100 Tagen die Mörder von Saif al-Islam Gaddafi immer noch nicht gefasst und alle Beteiligten zur Rechenschaft gezogen wurden.
Dies verstärke den Schmerz der Menschen und verletze die Gefühle von Millionen seiner Anhänger und aller, die an das Recht glauben.
Wer diese Tat ausführte oder dazu anstiftete oder sie finanzierte, mache die Chance auf einen Frieden und das Projekt der Versöhnung zunichte.

+ Osman Allahab, Kommandeur des 103. Bataillons: Was in Zintan geschah, war ein Verrat an Saif al-Islam al-Gaddafi.
Er habe seinem Schicksal allein gegenübertreten müssen, während jene, die Unterstützung und Loyalität versprachen, schwiegen. Sie hätten Saif al-Islam allein seinem Schicksal überlassen, sich mit Worten begnügt.

+ Othman ibn Barkahr (Politanalyst): Es wurden in Libyen Ausschüsse gebildet, um Druck auf die verantwortlichen Institutionen auszuüben, damit die Täter und Beteiligten am Mord an Saif al-Islam al-Gaddafi der Justiz übergeben werden.
Die anhaltenden Aktivitäten zielten darauf ab, zu verhindern, dass er der Fall zu den Akten gelegt wird oder das öffentliche Interesse daran nachlässt.
Die anhaltende Unklarheit verstärkten die Zweifel und steigerten die Anspannung bei den Anhängern von Saif al-Islam al-Gaddafi, die davon ausgehen, dass der Fall mehr ist als eine gewöhnliche Straftat.

+ Asch-Schark al-Awsat (Saudi-Arabien): Die rechtlichen Aktivitäten und der Druck des Volkes in Libyen zur Forderung nach Aufklärung der Umstände des Mordes an Saif al-Islam Muammar al-Gaddafi haben sich 100 Tage nach seiner Ermordung verstärkt.
Khalid az-Zaidi, Leiter des Anwaltsteams im Mordfall Saif al-Islam, besuchte kürzlich das Büro des Präsidenten des Obersten Gerichtsrats, Abdullah Abu Ruzayza, in Tripolis.

+ Al-Ain-News (VAE): In jüngster Zeit gab es in Libyen intensive Bewegungen und die Bildung von Komitees, um die Verantwortlichen zu drängen, die Wahrheit aufzudecken und Vergeltung zu fordern.
Die Anhänger von Saif al-Islam Gaddafi starteten eine
Petition, in der die betroffenen Parteien aufgefordert wurden, die Wahrheit zu enthüllen. Es gibt einen breiten populären Trend, der verlangt, zu wissen, wer hinter den Tätern steht und sie zur Rechenschaft zu ziehen