Gela-News mit Berichten aus Libyen

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Epstein-Akten – und jetzt auch noch Libyen

Eingefrorene libysche VermögenswerteAm 30. Januar 2026 veröffentlichte das US-Justizministerium weitere Dokumente aus den Epstein-Akten. Darunter fand sich auch eine E-Mail von Greg Brown an Jeffrey Epstein, datiert vom 15. Juli 2011, worin der Plan erläutert wurde, sich mit Hilfe ausländischer Geheimdienste libysche Vermögenswerte anzueignen. Profitiert werden sollte auch von einem späteren Wideraufbau Libyens.

 

 

Jeffrey Epstein, der mit Politikern, Prominenten und Geheimdiensten besten vernetzt war, wurde wegen Betreibens eines Sex-Rings mit Kindern und Jugendlichen verhaftet, kam aber im August 2019 im Gefängnis noch vor Prozessbeginn auf mysteriöse Weise ums Leben.

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Leben im Exil: von Sirte nach Tunis

Haitham Abdelaziz Mussa

Haitham Abdelaziz Mussa

Die politischen Umstände des Jahres 2011 zwangen viele libysche Familien, ihr Land zu verlassen. Viele junger Libyer, die mit ihren Eltern vor allem nach Ägypten und Tunesien, aber auch in andere Länder flüchteten, sind dort aufgewachsen. Einer von ihnen ist der heute 15-jährigen Gymnasiast Haitham Abdelaziz Mussa, dessen Geschichte hier stellvertretend für die vielen anderen, die in der Kindheit oder Jugend ihre Heimat verloren, erzählt werden soll.

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Kurznachrichten Libyen – 22. bis 28. Januar 2026

Racheakte zwischen Milizen in westlichen Libyen / Alle im Krieg 2019 gefangengenommen Kämpfer aus dem westlichen Libyen wurden liquidiert / Gefahr extremistischer Schläferzellen / Gespräche über militärische Zusammenarbeit zwischen USA und westlichem Libyen / Rechtsstreitigkeiten bezüglich Kontrolle des Obersten Gerichtshofs, der Leitung der Nationalen Wahlkommission sowie bald auch der Nationale Ölgesellschaft / Unabhängigkeit der Justiz gefordert / Massad Boulos in Libyen: zwischen Bengasi und Tripolis – Geschäftsinteressen vor politischer Stabilität / Ausverkauf Libyens: Boulos auf Wirtschafts- und Energiegipfel – Immer mehr Libyer unterhalb der Armutsgrenze / Einführung neuer Steuern sorgt für Protest / Zentralbank in der Kritik / Streit um Muslimbruder as-Salabi hält an

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Der Wahnsinn geht weiter: Michael Sailers Notate aus Corona- und Kriegszeiten/Band zwei

Ist was passiert? Michael SailerRezension: Der zweite Band von Michael Sailers „Notate aus Zeiten von Lüge und Krieg“ ist erschienen. Trug der erste Band den Titel „Was ist passiert?“, fragt der zweite Band: „Ist was passiert?“ Ja, es ist was passiert! Und das, was passiert ist, darf nicht in Vergessenheit geraten, auch wenn der Mensch gerne dazu neigt, Schreckenszeiten zu verdrängen. Das Lesen von Michael Sailers Buch beugt dem vor, ist ein Akt der Wiederbewusstmachung. Der Autor lehrt uns noch einmal das Gruseln über den Wahnsinn, der die Welt ab 2020 befallen hat.
Die Lektüre ist dank des superben und gewitzten Sprachstils des Autors und seiner gnadenlosen Demaskierung der Verantwortlichen gleichzeitig auch ein Akt der Befreiung.

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Kurznachrichten Libyen – 15. bis 21. Januar 2026

Unter dem Motto „Es reicht!“ Demonstrationen vor UN-Mission in Dschanzur sowie in Misrata und Tripolis: Drohung, die Ölförderung einzustellen / 484 Opfer von Landminen seit 2020 / Berufung des Muslimbruders Ali as-Salabi zum Berater für Versöhnungsangelegenheiten löst Proteststurm aus / Untersuchungsbericht: Flugzeug mit al-Haddad kollidierte mit Berg / Khaled al-Mischri bringt sich wieder gegen Dabaiba in Stellung / Hafenübernahme in Misrata durch katarisch-italienisches Konsortium umstritten / Dreißig Prozent der Libyer leben nun unterhalb der Armutsgrenze / Importe übersteigen bei Weitem den Verbrauch – und gehen als Schmuggelware ins Ausland: Verlust von über 20 Milliarden US-Dollar jährlich / Öleinnahmen gehen weiter zurück / Dollarkurs steigt weiter an / Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Rohöl-gegen-Kraftstoff-Modell / Sandsturm sucht östliches und zentrales Libyen heim: schwere Zerstörungen und umgeknickte Strommasten

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Libyen: Historische Fakten zur Scheinunabhängigkeit im Kontext internationaler Konflikte

Saif al-Islam al-GaddafiPräsidentschaftskandidat Saif al-Islam Muammar Gaddafi veröffentlichte ein umfangreiches Dokumentationsmaterial, das die unvollständige und nur dem Schein nach gewährte Unabhängigkeit Libyens im Jahr 1951 belegt. Die Unabhängigkeit ging auf die Konflikte des Kalten Krieges zurück und brachte Libyen unter den Einfluss des Westens, der über alle bedeutenden Entscheidungen der Regierung von König Idris bestimmte und auf libyschem Gebiet Militärbasen errichten konnte.
Seine vollständige Souveränität erlangte Libyen erst durch die al-Fatah-Revolution im September 1969, die die ausländische Militärpräsenz beendete und die italienischen Siedler des Landes verwies.
Der Nato-Krieg von 2011 hatte zur Folge, dass Libyen erneut der Bevormundung durch ausländische Mächte ausgesetzt ist, die auch wieder libysche Militärstützpunkte übernahmen.

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Kurznachrichten Libyen – 8. bis 14. Januar 2026

Demonstrationen und Proteste gegen Dabaiba-‚Regierung‘ halten an / Forderung nach Freilassung unrechtmäßig Inhaftierter / Premier Dabaiba ins Herz- und Gefäßzentrum von Misrata eingeliefert – keine Nachfolgeregelung / Staatsrat spaltet auch noch die Wahlkommission / Al-Menfi ernannte in Katar lebenden Muslimbruder Ali as-Salabi zum Berater für Versöhnungsfragen / Diskriminierendes Verbot der Registrierung nicht-arabischer Namen in der westlichen Region / Fathi asch-Schibli fordert nationalen Entwicklungsplan / Millionen verschwundener Gelder belasten Staatshaushalt / Katar wird Hafen von Misrata betreiben / Gaslieferungen nach Italien gehen zurück / Libyen wurde zum wichtigen Vertriebszentrum im Drogenhandel / Aischa Gaddafis Botschaft an die iranische Bevölkerung / Venezuela ist nicht Libyen / USA setzen Visabearbeitung für Bürger aus Libyen aus

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Keine Macht für niemand – der Weg ist das Ziel

Mit aller Gewalt. Gesellschaft am WendepunktRezension. Die Schrift „Mit aller Gewalt. Gesellschaft am Wendepunkt“ umfasst verschiedene Essays des Autors Gunther Sosna. Mit Rückgriff auf die Gedankenwelt von Erich Mühsam und anderen Anarchisten beschwört Sosna, dessen Hauptanliegen die Überwindung von Armut und Elend ist, das Ende der Herrschaft des Menschen über den Menschen als Weg, um Kriege und soziales Chaos zu bezwingen.
Müssen wir uns aus der „Zwangsjacke“ des Staates befreien?

 

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Der westliche Überlegenheitskomplex

Im April 2019 erschien in Globalresearch unter dem Titel „Wie in Libyen und Syrien geht es auch in Venezuela nicht nur ums Öl“  ein Aufsatz von Andre Vltchek (1), in dem der Autor der Frage nachgeht, wieso der Westen drei so unterschiedliche Länder wie Libyen, Syrien und Venezuela auf ähnliche Art und Weise angriffen hat bzw. angreift und vernichten will. Während Analysten oft den Kapitalismus für die Entstehung einer Kultur der Gewalt verantwortlich machen, unter dessen Bann sowohl Opfer als auch Täter stehen, greife in Wirklichkeit der Verweis auf die Gier als wichtigste Triebfeder für diesen „westlichen Terror“ zu kurz. Weiterlesen

Kurznachrichten Libyen – 1. bis 7. Januar 2026

Proteste in Zawiya, Misrata und Tripolis gegen Dabaiba-‚Regierung‘ und alle politischen Gremien / Proteste vor UN-Mission in Dschanzur: Abhaltung von Wahlen gefordert / Protestierer drohen mit Einstellung der Ölexporte nach Europa / Libyer wehren sich vehement gegen Spaltung des Landes / Saif al-Islam Gaddafi und das Projekt der Volksautonomie / Erbitterter Streit um Wahl des Vorsitzenden der Wahlkommission zwischen Parlament und Staatsrat eskaliert / Agila Saleh: Komitee soll statt neuer Einheitsregierung ohne Ausgrenzungen Parlaments- und Präsidentenwahlen durchführen / Dabaiba wechselt Vorstand der Telekommunikations-Holdinggesellschaft aus / Video mit angeblichem Geständnis von al-Maryami al-Massud vor Prozessbeginn verschwunden / Spannungen zwischen Ägypten und Haftar wegen Unterstützung der sudanesischen RSF / Moussa Ibrahim berichtet über Situation in Venezuela   Weiterlesen

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