Trauer senkt sich über Libyen / Menschenmassen nehmen am Begräbnis und Totengebet für Saif al-Islam Muammar Gaddafi teil / Nachrufe
+ Aischa Gaddafi (auf X): Er entschied sich, in seinem Land und bei seinen Mitbürgern zu bleiben. So sind meine tapferen Brüder; sie fangen die Kugeln mit ihrer Brust auf und sterben erhobenen Hauptes auf dem Boden ihrer Heimat. Lasst uns heute eine großartige Trauerfeier für die Nation abhalten.
+ Mehr als 120 Fahrzeuge des Zentralen Sicherheitsdienstes treffen in der Stadt Bani Walid ein, um die Beerdigung des ermordeten Saif al-Islam Muammar Gaddafi zu sichern.
+ Mohammed Daw, Vizepräsident des Sozialrats der Warfalla-Stämme: Die Gedenkfeier für den Märtyrer Saif al-Islam Muammar Gaddafi findet nach dem Freitagsgebet unter Beteiligung aller Teile der libyschen Gesellschaft statt.
+ Ali Ramadan, Oberhaupt des Sozialrats des Gaddafi-Stammes: Wir treffen Vorbereitungen für die Beisetzung des Leichnams von Saif al-Islam Gaddafi in der Stadt Bani Walid… und empfangen die Delegationen, die an den Trauerfeierlichkeiten teilnehmen werden.
Wir verlieren eine unserer Stützen und einen Menschen, dem alle Libyer zutrauten, die Situation in Libyen zu verbessern und nationale Einheit und Versöhnung herbeizuführen.
+ Vertreter der Sozialräte der Warfalla- Gaddafi-Stämme (Videobotschaft): Saif al-Islam Gaddadfi wurde von einer verräterischen und sündhaften Hand niedergerungen und stieg geduldig und standhaft zu seinem Herrn auf, die Lasten der Nation tragend. Saif al-Islam Gaddafi starb in der Überzeugung, dass Libyen nur durch die Opfer seiner loyalen Männer, die Aufrichtigkeit ihrer Absichten und die Standhaftigkeit ihrer Entschlossenheit aufgebaut werden kann.
+ Der Barasa-Stamm hält im Osten Libyens eine feierliche Trauerfeier für den getöteten Saif al-Islam Muammar Gaddafi ab.
Beisetzung und Trauerfeier
+ Lange Autokolonnen bewegen sich aus allen Richtungen nach Bani Walid, um an der Beerdigung des ermordeten Saif al-Islam Muammar Gaddafi teilzunehmen.
+ Eine Delegation aus Stadt Tahura trifft in Bani Walid ein, um sich den Tausenden von Delegationen anzuschließen, die nach dem Freitagsgebet an der Trauerprozession für den ermordeten Saif al-Islam Gaddafi teilnehmen.
+ Menschenmassen versammeln sich am Flughafen von Bani Walid, um an der Trauerfeier teilzunehmen. Fotos.
+ Weitere Fotos aus Bani Walid
+ Ankunft des Krankenwagens mit dem Leichnam von Saif al-Islam Gaddafi inmitten der Menschenmenge. Fotos.
+ Grabstätte von Saif al-Islam auf dem Friedhof von Bani Walid. Saif findet seine letzte Ruhestätte neben seinem jüngeren Bruder Khamis und seinem Großvater. Fotos.
+ Fotos: Nach dem Freitagsgebet strömte eine große Menschenmenge aus dem ganzen Land nach Bani Walid, um an der Beerdigung des Märtyrers Saif al-Islam Gaddafi teilzunehmen.
Weiterhin treffen Delegationen in der Stadt Bani Walid ein, um an der Trauerprozession des Märtyrers teilzunehmen. Wir gehören Gott und zu ihm kehren wir zurück.
+ Unzählige Menschen nehmen an der Beerdigung von Saif al-Islam teil. Fotos
+ Brigadegeneral al-Adschami al-Ateiri senkt den Leichnam des ermordeten Saif Al-Islam Gaddafi in seine letzten Ruhestätte hinab. Fotos
+ Brigadegeneral al-Adschami al-Ateiri: Ich wurde während meiner Teilnahme an der Trauerprozession für Saif Al-Islam Gaddafi in keiner Weise belästigt, sondern lediglich von den Menschen begrüßt, die sich in großer Zahl um mich drängten. Alle haben mich mit Respekt behandelt, und Gott segne alle.
+ Das Totengebet für Saif al-Islam Muammar Gaddafi findet nach dem Freitagsgebet auf dem Flughafengelände von Bani Walid statt. Ein Trauerzug führt der vom Markt zum Flughafen Wir gehören Gott und zu ihm kehren wir zurück.
+ Video vom Totengebet für Saif al-Islam Gaddafi. Lange Fassung des Totengebets
Stellungnahmen
+ Ali Ramadan, Vorsitzender des Sozialrats des Gaddafi-Stammes: Der fastende Mudschahid Dr. Saif al-Islam Gaddafi wurde durch heimtückische Kugeln getötet, als er in seinem Haus in der Stadt Zintan ermordet wurde.
Wir haben einen außergewöhnlichen Menschen und einen Namen verloren, und wir haben die Hoffnung verloren, Libyen wieder zu dem zu machen, was es einmal war. Wir bitten Gott, uns mit etwas Besserem zu entschädigen.
Die Sicherheitsbehörden in Libyen im Allgemeinen und in Zintan im Besonderen müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und aufklären, was geschehen ist, wer die Verbrecher sind, die diesen Mann getötet haben, und was ihr Ziel war.
Alle Libyer teilen dieselbe Trauer, und möge Gott sie reichlich belohnen. Jede Stadt kann ein Trauerzelt aufschlagen, und wir verurteilen niemanden, der kommt, um sein Beileid auszusprechen, denn Saif al-Islam gehört uns allen.
+ Abdullah Othman, Leiter des politischen Teams des ermordeten Saif al-Islam Gaddafi: Saif al-Islams Beerdigung war nicht nur der Abschied von einem Toten, sondern ein gemeinsames Gebet für das Wesen Libyens selbst, das durch die Politik gespalten wurde. Aber in dem Moment, als die Nation geschlossen hinter dem Sarg stand, wurde dieser zum Banner und Libyen durch das Schicksal vereint.
+ Fathi asch-Schibli (Partei Stimme des Volkes): Friede sei mit ihm, der den Preis für seine Ehrlichkeit bezahlte und einen Schmerz hinterließ, der so groß ist wie eine ganze Nation.
+ Khaled al-Ghawil, Berater der Libyschen Stammesunion: Du warst die Hoffnung, du hast Hoffnung gesät, und diese Hoffnung wird nicht sterben.
+ Der Politologe Abdullah Milad al-Muqri: Die Menschenmengen, die an der Trauerprozession für die sterblichen Überreste des Märtyrers Saif al-Islam Muammar Gaddafi zu seiner letzten Ruhestätte teilnahmen, bestätigen, dass das libysche Volk nicht gestorben ist und nicht sterben wird und dass das Vaterland über alle Versuche der Zersplitterung und Spaltung triumphieren wird.
+ Das Postamt von Bani Walid verzeichnete während der Beerdigung des ermordeten Märtyrers Saif al-Islam etwa 3 Millionen aktive SIM-Karten in der Stadt registriert wurden.
+ Ali Misbah Abu Sabiha, Leiter des Teams, das den verstorbenen Saif al-Islam Muammar Gaddafi vertritt: Denjenigen, die an der Zahl der Trauergäste bei der Beerdigung des verstorbenen Dr. Saif al-Islam zweifeln, sage ich: Wären nicht so viele Menschen durch den Andrang daran gehindert worden, das Flughafengelände zu erreichen, wäre die Zahl deutlich höher gewesen.
+ Hussein Al-Suwaidi (Politologe): Millionen Menschen nahmen direkt und indirekt an der Beerdigung von Saif al-Islam Muammar Gaddafi teil. Hätten die Libyer Zugang zu Transportmitteln gehabt, hätten noch viel mehr Libyer an der Trauerfeier teilgenommen.
+ Dschaballah asch-Schaibani (Parlamentsabgeordneter): Ich sah eine überwältigende Menschenmenge und viele weitere, die aus verschiedenen Gründen nicht teilnehmen konnten; Menschen, die sich nicht von Eigeninteresse leiten ließen, Libyer, die Unterwerfung und koloniale Herrschaft ablehnen. Das hat in uns neue Hoffnung geweckt.
+ LibyaPress: Unzählige Libyer nahmen am Trauerzug für den ermordeten Saif al-Islam Gaddafi teil. Das abscheuliche und feige Attentat zielte darauf ab, das ernsthafte und ehrgeizige nationale Projekt zu begraben, doch Ideen sterben nicht mit dem Tod ihrer Urheber.
Saif al-Islam war eine inspirierende nationale Persönlichkeit, die eine schwierige Zeit in Libyen durchlebte, in der sich interne Herausforderungen mit internationalen Veränderungen verflochten, und in der sein Name mit den Träumen und Bestrebungen der Libyer verbunden blieb, ihre nationale Einheit und den inneren Frieden sowie ihre Souveränität über ihr Land und ihre Ressourcen wiederherzustellen.
Unsere Tragödie wird unsere Einheit, Stärke, Widerstandsfähigkeit und Bereitschaft nur noch mehr stärken, damit wir unsere hochgesteckten nationalen Ziele erreichen können: die Befreiung Libyens von der Fremdherrschaft, die Errichtung eines Rechtsstaates und seiner Scharia, des Heiligen Korans, den Aufbau der libyschen Gesellschaft auf den Grundlagen von Gleichheit, Gerechtigkeit und Fortschritt.
Diese majestätischen und spontanen Menschenmassen, die aus allen Teilen des Landes herbeiströmten, um sich von Saif al-Islam Muammar Gaddafi zu verabschieden, sind eine klare nationale Botschaft und ein spontanes nationales Volksreferendum, das die Glaubwürdigkeit des Ansatzes des Verstorbenen bestätigt. Ihm ihn scharten sich die Menschenmengen, was einigen Angst einjagte, so dass sie versuchten, den siegreichen nationalen Marsch durch ein abscheuliches und feiges Attentat zu verhindern.
Wir bekräftigen unsere Forderung an alle zuständigen Behörden, die Ermittlungs- und Suchmaßnahmen zu beschleunigen, um die Täter zu fassen, die volle Wahrheit aufzudecken und die Mörder sowie alle, die zu diesem abscheulichen Verbrechen angestiftet und es ermöglicht haben, ungeachtet ihrer Motive, Zugehörigkeiten oder Nationalitäten, vor Gericht zu bringen.
+ Denis Sassou Nguesso, Präsident der Republik Kongo und Vorsitzender des Komitees der Afrikanischen Union für Libyen, in einem Brief an den Präsidialratsvorsitzenden Mohammed al-Menfi: Mit großer Trauer und Bestürzung habe ich die Nachricht vom tragischen Tod von Saif al-Islam Gaddafi aufgenommen, der sich am 3. Februar 2026 nach einem Angriff einer bewaffneten Gruppe auf sein Haus in Zintan ereignete.
Ich verurteile diese abscheuliche Tat, die den Versöhnungsbemühungen, deren Charta von nahezu allen libyschen Parteien einhellige Unterstützung erhalten hat, einen vernichtenden Schlag versetzt.
Diese Tragödie muss Anlass für eine echte kollektive Neubewertung und ein uneingeschränktes Bekenntnis zu einer dauerhaften Einstellung der Feindseligkeiten und zur Errichtung eines dauerhaften Friedens sein, der zu einer wirksamen Lösung des Bruderkriegs führt, die Libyen seit mehr als einem Jahrzehnt plagt.
+ Mustafa al-Fituri (Autor) über die Millionen Libyer, die an der Beerdigung des ermordeten Saif al-Islam Gaddafi teilnahmen: Diese Menschenmengen kamen, um zu sagen: ‚Ihr habt uns daran gehindert, uns vom Vater Muammar zu verabschieden, deshalb sind wir gekommen, um uns gemeinsam vom Sohn Saif und vom Vater Muammar zu verabschieden.‘
+ Mabruk Abu Ammar, ehemaliger Vorsitzender des Obersten Rates Wirschefana: Alle Menschenmengen, die an der millionenschweren Beerdigung des Märtyrers Saif al-Islam Gaddafi teilnehmen, sehen noch heute im ehemaligen Regime Souveränität und Würde, die Ablehnung von Besatzung und Kolonialismus, die Ablehnung von Spaltung und Terrorismus sowie die Abkehr von der Zerstörung der Wirtschaft.
+ Die Southern Youth Gathering: Saif al-Islam bleibt eine unbefleckte nationale Figur. Große Hoffnungen wurden ihn gesetzt, die verstreuten Splittergruppen der Nation wieder zusammenzuführen und ihre Wunden zu heilen. Die Tötung von Saif al-Islam hinterlässt eine riesige Lücke und setzt dem Vertrauen des libyschen Volkes einen Schock. Wenn dieses Verbrechen nicht weise und verantwortungsvoll aufgearbeitet wird, könnte die Hoffnung erlöschen und dass das Land in einen dunklen Tunnel stürzen.
Wir rufen zur nationalen Einheit und zur Wiederaufnahme des Weges der Versöhnung und des Wiederaufbaus auf, die Hoffnung für Libyens Zukunft darstellten, um das Blut der Opfer und die Würde unseres Volkes zu bewahren.
+ Konferenz sozialer und politischer Aktivisten und zivilgesellschaftlicher Organisationen im Fessan: Wir trauern für die Nation und ihr Volk um den Verlust des Blutes und der Ehre des Mannes, der mit Herz und Seele für Libyen lebte, Dr. Saif al-Islam.
Dunkelheit senkte sich über Zintan, als eines seiner Lichter durch eine feige Tat ausgelöscht wurde, die nicht nur mit dem Töten aufhörte, sondern auch unsere Hoffnung auf eine sichere und stabile Zukunft zunichtemachte.
Der Schmerz der Trennung ist stechend, und angesichts des ungeheuren Verlustes fehlen die Worte; die Nation hat einen ihrer Söhne verloren, und die politische Bühne hat eine Stimme der Vernunft und des Gewissens verloren.
Derjenige, der dieses Verbrechen begangen hat, will nicht das Beste für Libyen oder für den Frieden. Die Gerechtigkeit verlangt, dass dieses Unrecht nicht unbeantwortet oder ungestraft bleibt. Wir fordern die Einleitung einer unparteiischen und neutralen internationalen Untersuchung, um die Umstände des Attentats aufzuklären, die Täter zu identifizieren und sie vor Gericht zur Rechenschaft zu ziehen.
+ Die libysche Vereinigung der Mitglieder der Justizorgane: Das Verbrechen der Ermordung von Saif al-Islam Gaddafi betrifft nicht nur einen bestimmten Menschen, sondern auch einen der Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen, mit allen damit verbundenen verfassungsrechtlichen, politischen und rechtlichen Dimensionen.
Dies macht den Vorfall zu einem Verbrechen mit internen und internationalen Dimensionen, das die innere und äußere Sicherheit des Staates gefährdet, das Vertrauen in seine Institutionen untergräbt und den Verlauf der Justiz und des politischen Übergangs verzerrt..
Ein Attentat dieser brutalen Art stellt ein komplexes Verbrechen dar, das nicht durch Schweigen, Zögern oder die Beschuldigung unbekannter Parteien bewältigt werden kann.
Die zuständigen Behörden müssen gemäß dem Grundsatz der Transparenz und dem Recht der Öffentlichkeit auf Wahrheit eine offizielle Pressekonferenz abhalten, um alle Einzelheiten und Gründe des Vorfalls, seine Umstände aufzuklären sowie die dahinterstehenden Parteien oder Personen zu benennen.
Es muss unverzüglich eine gründliche Untersuchung eingeleitet werden, um die Täter sowie alle an diesem Verbrechen Beteiligten, Anstifter, Helfer oder Vertuscher zu identifizieren und sie der Justiz zuzuführen, wobei ein faires Verfahren zu gewährleisten ist.
+ Future of Libya: Sie glauben, dass sie uns durch ihren Verrat das Schwert des Islam entrissen haben. Gestern hätte er 2,5 Millionen Stimmen erhalten. Morgen werden sechs Millionen Libyer für sein Projekt stimmen. Indem sie ihn ermordeten, gaben sie ihm die Legitimität, Libyen in einen sicheren Hafen zu geleiten. Heute tragen alle Libyer schmerzende Splitter in ihren Herzen; sie trauern wegen der Ermordung des Helden dieser Nation, aber auch um sich selbst und um die Nation.
+ Machmud al-Masrati, Journalist: Saif war eine wichtige politische Figur, ein Hauptakteur im politischen Prozess, und er hatte seine Anhänger. Al-Adschami al-Ateiri ist ein edler und heldenhafter Mann, aber die Angelegenheit ist viel größer als er und Zintan es sind.
Zintan akzeptierte keine Verhandlungen über Saif al-Islam im Austausch gegen Geld, da dies nicht ihren Moralvorstellungen entspricht. Die Ritterlichkeit und Tapferkeit der Menschen von Zintan sind bewundernswert.
Was al-Adschami al-Ateiri über 15 Jahre hinweg für den Schutz des Lebens von Saif al-Islam geleistet hat, ist unbeschreiblich.
Der Westen sagte einst, Saif al-Islam sei das Hindernis für die Wahlen, und nun ist er bei Gott dem Allmächtigen – werden die Wahlen also stattfinden?
+ Othman Ben Barka, Politologe: Saif al-Islam hatte seinem Bruder Khamis versprochen, dass er neben ihm und seinem Großvater in Bani Walid begraben werden würde, wenn er ihm als Märtyrer folgen würde. Wir haben seinem Willen entsprochen. Wir wissen nicht, wo Muammar Gaddafi begraben ist, und dies ist ein Thema, das in jedem Dialog mit anderen Parteien besprochen werden wird.
Saif al-Islam war aufgrund seiner Popularität und seiner Anhängerschaft der wahrscheinlichste Kandidat, und wenn Wahlen abgehalten worden wären, hätte er sie gewonnen; vielleicht ist dies einer der Gründe für seine Ermordung.
Die Ermordung einer Persönlichkeit wie Saif al-Islam wird der gesamten Nation schaden, und wenn eine Partei innerhalb der libyschen Gemeinschaft dahintersteckt, ist dies ein Indiz dafür, dass Libyen nicht stabil sein wird.
Wir glauben, dass das Attentat von internen Kräften verübt wurde, jedoch mit Unterstützung externer Akteure. Es gibt eine Regionalmacht und eine internationale Macht, die daran interessiert sind, jedes nationale Projekt zu unterbinden, das Libyen die Souveränität zurückgibt und die Kontrolle über seinen Reichtum sichert, und diese Leute glauben, dass die einzige Gefahr für ihre Interessen in Libyen Saif al-Islam war.
Wir verfügen über mehr als 1,5 Millionen Dokumente, die von Bürgern unterzeichnet und der UN-Mission in Libyen übermittelt wurden und in denen sie ihre Unterstützung für Saif al-Islam erklären.
Wir sind die einzige politische Bewegung in Libyen, die dem Land keinen Schaden zugefügt hat und die in keinerlei blutige Konflikte, wirtschaftliche Auseinandersetzungen oder Korruption verwickelt war. Wir erwarten sehr schlimme Folgen des Attentats, denn es ist inakzeptabel, dass ein Machtkampf in eine physische Liquidierung ausartet, und ich glaube nicht, dass diejenigen, die es ausgeführt haben, an Demokratie glauben.
Saif al-Islam führte 15 Jahre lang zusammen mit weisen Männern unserer Bewegung an, darauf bedacht, von Rache fernzubleiben und an der Rückkehr eines sicheren Libyens festzuhalten.
Im Jahr 2011 wurde der Märtyrerführer Muammar Gaddafi von imperialistischen Kräften ermordet, die wir kennen und deren Agenten wir kennen. Aber warum sollte man einen friedlichen Präsidentschaftskandidaten ermorden, in dessen politischer Geschichte kein einziger Tropfen Blut zu finden ist?
Saif al-Islam hatte keine Konflikte mit anderen Parteien oder Rivalen um die Präsidentschaft. Zwischen uns stand nur die Wahlurne, und wir akzeptierten ihre Bedingungen, ob es nun Haftar oder Dabaiba war, der mit seinem Familienclan der September-Gruppe angehörte. Wir waren jedoch vom Willen unseres Volkes überzeugt und glaubten an unseren Sieg.
Saif al-Islam hatte ein nationales Projekt, nachdem Libyen 15 Jahre lang unter NATO-Projekten, imperialistischer Kontrolle, Kapitel VII der UN-Charta, Treuhandschaft, der Farce der Vereinten Nationen und der Aufrechterhaltung der Krise gelebt hatte. Wir haben 15 Jahre lang Geduld bewiesen und gehofft, dass Wahlen der Rettungsanker für Libyen sind.
Wir respektieren die libysche Justiz und die Initiative des Generalstaatsanwalts, eine Untersuchung des Vorfalls einzuleiten, aber wir brauchen auch eine internationale Untersuchung, da es sich hier um ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit handelt.
Libyen steht am Rande eines Konflikts und wir hoffen, dass wir die Lage beruhigen können.
Libyen war unter Gaddafi eine bedeutende Macht in der Region, und wir unterhalten weitreichende Beziehungen zur Welt, und deshalb verfügen wir über Informationen und Dokumente über Sarkozy. Wir machen uns keine großen Sorgen um Sarkozy, denn wir sind es, die ihn mit Geld gekauft haben.
Wir sind diejenigen, die jedem, der unser Land betreten hat, sagen, dass er es wieder verlassen muss, und dass wir genug haben von der Manipulation der libyschen Wirtschaft und genug vom Leid der Bürger.
Saif al-Islam hat sich nicht über mangelnde Sicherheitsvorkehrungen beklagt. Vielmehr befand er sich bei seiner Familie in Zintan, wo er seit über 15 Jahren lebte. Seine Leibwache bestand aus Freiwilligen, seinen Cousins und seinen Anhängern.
Er lebte ein einfaches Leben in einem bescheidenen Haus.
+ Yassin Salem, stellvertretender Chefredakteur der Zeitung al-Uruba al-Yum: Die Ermordung von Saif al-Islam Gaddafi ist ein weiterer Schock in der Reihe der Verbrechen, die wir in Libyen erlebt haben. Dieses heimtückische Attentat unterstreicht die Notwendigkeit fairer und gründlicher Untersuchungen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Die große Beteiligung an der Beerdigung von Saif al-Islam zeigt, dass der Einfluss der Familie entgegen mancher Behauptungen nicht nachgelassen hat und dass sie über eine breite Basis in der Bevölkerung verfügt. Die Behauptungen über den schwindenden Einfluss der Familie sind reine Lügen und das libysche Volk ist ihr immer noch wohlgesinnt.
Die libysche Öffentlichkeit fordert faire und umfassende Untersuchungen, um die Wahrheit über das Attentat auf Saif al-Islam Gaddafi aufzudecken und alle an diesem Verbrechen Beteiligten zur Rechenschaft zu ziehen. Das libysche Volk fordert, die öffentliche Bloßstellung jedes Landes, das dieses Verbrechen unterstützt, und die Rechenschaftspflicht aller Milizen, politischen oder militärischen Persönlichkeiten, die dieses Verbrechen begangen oder ermöglicht haben.
+ Mohammed Abdul-Muttalib al-Huni (Autor): Saif al-Islam war ein Mann, der Libyen und die Libyer liebte. Er war stets guter Absichten, und genau dies führte zu seiner Ermordung. Saif al-Islam ist seit 25 Jahren in Libyen aktiv, aber diejenigen, die ihn hassen, haben ihn nur in den 6 oder 7 Monaten der Auseinandersetzung im Jahr 2011 gesehen.
Saif al-Islam ist ein Mann des Friedens, wie seine Entscheidung für den Frieden beweist. Er glaubte, dass Wahlen der richtige Weg seien, um neue Führer zu finden – ob er selbst miteinbezogen wird oder nicht –, die die Zukunft gestalten und auf den Trümmern des vorherigen Staates einen neuen errichten.
Das Fehlen von Saif al-Islam bedeutet das Fehlen eines Symbols, wobei er kein Symbol für die Fortsetzung der früheren Ära war, denn damals strebte er nach umfassender und nachhaltiger Entwicklung. Er strebte nach Gerechtigkeit und er entließ mehr als 6.000 politische Gefangene aus den Gefängnissen. Viele derer, die sich jetzt brüsten, sind diejenigen, die er vor Schaden bewahrt hat.
Die Frage bleibt, ob diese Bewegung fortbestehen kann oder ob wir eine weitere Zeit des Chaos, der Waffen, des Tötens, der Attentate und des Diebstahls erleben werden.
+ Mustafa Bakri, ägyptischer Parlamentsabgeordnete: Die Bestattung des Märtyrers Saif al-Islam Muammar Gaddafi übertraf die Vorstellung einer gewöhnlichen Beerdigung; sie ähnelte einem stillen Volksreferendum über die libysche Geschichte, den Staat und die Identität sowie über einen unerfüllten Traum von Stabilität.
Die Menschenmenge in Libyen zählte Hunderttausende, vielleicht annähernd eine Million, die gekommen waren, um sich von dem Märtyrer Saif al-Islam Muammar Gaddafi zu verabschieden. Diese Menschenmengen kamen nicht auf Einladung einer Partei oder aufgrund einer Erklärung eines Stammes, sondern aus purer Emotion, einem Gefühl der Enttäuschung und des Verlustes heraus, und aus der Erkenntnis, dass das, was nach 2011 kam, nicht dem entsprach, was den Libyern versprochen worden war.
Im Trauerzug zu gehen bedeutete nicht nur, den Sohn zu Grabe zu tragen, sondern auch, Teil einer älteren Erinnerung zu sein, nämlich der Erinnerung an Oberst Muammar Gaddafi, das Symbol des Arabismus, der genauso verraten worden ware wie der Sohn.
Die Szene vermittelt eine klare politische Botschaft innerhalb Libyens und an die Außenwelt, dass das kollektive Gedächtnis nicht verloren gegangen ist und dass es in der Schlacht um Libyen nicht nur um Öl oder Geopolitik ging, sondern um Identität und Souveränität.
Der Abschied von Saif al-Islam rückte den Abschied von seinem Märtyrervater Muammar Gaddafi wieder in den Vordergrund, und dies wirft wichtige Fragen zu den Wahlen und politischen Projekten auf. Heute war nicht nur ein Abschied, sondern eine deutliche Mahnung, dass eine Idee nicht mit ihrem Urheber stirbt. Hier hat Libyen gesprochen.
+ Ali Musad al-Lahbi, jemenitischer Parlamentsabgeordnete: Saif al-Islam Gaddafi wurde aus Angst vor seinen Gegnern und deren Unfähigkeit, ihn über Wahlen niederzuringen, ermordet. Das libysche Volk aber entschied sich, ihn zu wählen und ihn als Präsidenten in einer staatlichen Zeremonie zu bestatten. Er wird in die Geschichte als Präsident eingehen.
+ Tadeo Castiglioni, argentinische Politologe: Das größte Begräbnis in der Geschichte Libyens zeigt, wie sehr das libysche Volk Saif al-Islam Muammar Gaddafi liebte.
Sein schlichtes Grab verkörpert das, was er immer war: ein Mensch, der sein Land liebte und sich Frieden für sein Volk wünschte.
+ Der französische Anwalt Marcel Ceccaldi: Er wurde heimtückisch ermordet, und die Libyer und die Welt nahmen die Nachricht von seinem Tod mit Herzen voller Trauer und Schmerz auf. Saif al-Islam war ein Staatsmann und ein lebender Wille, der sich der Verbreitung einer Botschaft, an die er glaubte, und dem Dienst an einem unabhängigen und mit sich selbst versöhnten Vaterland widmete.
Saif al-Islam schließt das Buch seines Lebens. Er geht in die Annalen der Geschichte ein, und es bleibt die Hoffnung, dass wir seine Botschaft hören und über ihre Bedeutung nachdenken werden.
+ Schihab Hazza Der jemenitische Prediger und Leiter des Stiftungs- und Beratungsamtes: Saif al-Islam wurde wegen der Wahlen ermordet und hat sie doch im Tod gewonnen.
+ Nicholas Reed, russisch-kanadischer Journalist: Zehntausende versammelten sich in riesigen Prozessionen in Bani Walid um den Tod von Saif al-Islam Muammar Gaddafi zu betrauern.
Fünfzehn Jahre nach der Zerstörung der Libysch-Arabischen Dschamahirija durch NATO-Bombardements empfinden die meisten Libyer noch immer Nostalgie für Gaddafi.
Fünfzehn Jahre nach der Ermordung seines Vaters versammelte sich das libysche Volk, um seinen Märtyrersohn zu ehren, der sein Leben opferte, um ein von der NATO zerstörtes Land zu vereinen.
Bei den Beerdigungen von NATO-Führern werden sich solche Zahlen nicht finden. Das libysche Volk liebte Muammar Gaddafi, es liebte Saif, und es sehnt sich nach dem goldenen Zeitalter seines Landes zurück, als Wohnraum, Medizin, Strom, Bildung und Lebensmittel stark subventioniert wurden.
Die NATO zerstörte Libyen, weil Gaddafi es wagte, autark zu sein und sich dem westlichen Kolonialismus nicht unterwerfen wollte. Sein Sohn Saif al-Islam wurde ermordet, weil er Libyen auf diesen Weg zurückführen wollte.
+ Ali Kanaan, syrischer Schriftsteller: Ich habe Dutzenden Libyern dieselbe Frage gestellt: Wenn in Libyen Präsidentschaftswahlen stattfänden, für wen würden Sie stimmen – Haftar oder Dabaiba? Die Antwort, die erstaunlich oft wiederholt wurde, lautete: Dr. Saif al-Islam Gaddafi. Meine Zweifel blieben, bis ich die Beerdigung des Märtyrers sah.
Deshalb ist die libysche Revolution die seltsamste Revolution der modernen Geschichte – eine Revolution, in der das Regime stürzte, doch der Machthaber und seine Söhne bleiben im Bewusstsein und in den Herzen so vieler gegenwärtig.

Die riesigen Menschenmengen trauern nun um ihre Lebensader. Und ihre Kinder träumen von einer sicheren, stabilen und geschützten Heimat, die eine bessere Zukunft einläuten wird. Das große nationale Projekt von Saif al-Islam breitet sich aus Ein Held wurde zur Ruhe gebettet, der sich selbst geopfert hatte, genau wie sein Vater und seine Brüder sich für Libyen geopfert haben. Die Familie der Prinzipien hat stets eine feste und unerschütterliche Haltung bewahrt. Gott möge uns und euch, Libyer, belohnen.





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