Rezension. Auch in seinem neuen Buch „Kampf der Giganten“ – gemeint sind China, Russland und USA – gelingt es Daniele Ganser als kompliziert geltende politische Ereignisse und Zusammenhänge verständlich aufzubereiten und, ohne die Sachverhalte zu versimplifizieren, für ein breites Publikum auf eine gut lesbare Sprache herabzubrechen. Dies gelingt ihm bei der Darstellung der großen gegenwärtigen Brennpunkte wie dem Ukraine-, dem Gaza- und dem Irankrieg ebenso wie beim Thema Währungspolitik.
Schlagwort: Daniele Ganser
Buch-Rezension. In seinem neuen Buch „Imperium USA“ belegt der Schweizer Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser, dass die USA seit ihren Anfängen bestrebt sind, ihren Gebiets- und Machtanspruch auf fremde Länder und Völker auszuweiten.
Daniele Ganser hat in seinem neuen Buch eine beeindruckende Faktensammlung über die Geschichte der USA zusammengetragen. Einige der in Gansers Buch beschriebenen Schandtaten der US-Politik kennt man, vor allem die aus jüngerer Zeit, doch vieles hat man noch nie gelesen, was sich aber nahtlos in das Gesamtbild einer macht- und geldgierig agierenden imperialistischen Weltmacht einfügt. Ganser verknüpft diese einzelnen Geschehnisse nicht nur zu einem erschreckend eindeutigen Geschichtsmosaik mit klar erkennbaren Mustern, sondern kann auch jede seiner Aussagen belegen. So eröffnet sich dem Leser ein in seiner Gesamtheit mehr als beunruhigendes Bild der Verfasstheit der politisch verantwortlichen Kreise in den USA, einem Land, das sich schon längst von einer Demokratie zu einer Oligarchie gewandelt hat, in der die Superreichen weltweit die Politik bestimmen.
Im Februar 2011 begann der Krieg gegen Libyen – kein Grund zum Feiern.
In Bengasi kam es am 15. Februar 2011 zu ersten Anti-Gaddafi-Protesten von wenigen hundert Personen. Es erfolgte ein von im Ausland lebenden Libyern initiierter Aufruf zum ‚Tag des Zorns‘ am 17. Februar 2011. Ihm folgten in einigen Städten mehrere Tausende Demonstranten. Bereits fünf Jahre vorher war es in Bengasi am 17. Februar bei Protesten gegen die Mohammed-Karikaturen zu Gewalttätigkeiten gekommen, als von Islamisten das italienische Konsulat in Brand gesteckt wurde. Bei den damaligen Unruhen waren zehn Personen ums Leben gekommen. Es war also klar, aus welcher Richtung auch 2011 die Proteste kamen. Weiterlesen




